Gospelklänge runden Konzert ab

Einen Querschnitt durch die geistliche Musik haben jetzt drei Ensembles beim Benefizkonzert in der Oberwürzbacher Herz-Jesu-Kirche vor 250 Zuhörern vorgetragen. Statt Eintritt baten die Akteure um Spenden für zwei örtliche Fördervereine.

. Als die letzten Töne der Zugabe "Oh Happy Day" verklungen sind, wird den Beteiligten klar: Dies war tatsächlich ein Tag voller Freude. Denn mit lautem Klatschen und wippenden Bewegungen zu dem Gospel-Klassiker ging das Benefizkonzert am Sonntagabend in der gut gefüllten Pfarrkirche Herz Jesu nach knapp anderthalb Stunden zu Ende. Etwa 250 musikbegeisterte Oberwürzbacher hatten sich dazu eingefunden. Der Zweck des Auftrittes: Spenden sammeln, die zu gleichen Teilen den Fördervereinen des städtischen Kindergartens in dem St. Ingberter Ortsteil und der Montessori-Grundschule am Hasenfels zugute kommen.

"Eine tolle Werbung" für Schule und Musik war es nach Meinung von Yvonne Buchholz dann auch, was die Oberwürzbacher zu hören bekamen. Die Vorsitzende des Trägervereins der Montessori-Grundschule fand es "generell klasse", dass eine solche Veranstaltung überhaupt initiiert wird: "Es geht ja auch darum, den Nachwuchs zu fördern". Einen Zweck für den Teil der Spende, der an die Hasenfelsschule geht, steht auch schon fest. In das Projekt Schulgarten, eine Art grünes Klassenzimmer, soll das Geld fließen.

Eingeladen zu dem Benefizkonzert hatten die Orchestergemeinschaft Musik verbindet, der Katholische Kirchenchor Herz Jesu und der Männergesangverein Sangesfreunde 1868. Und diese drei Ensembles wussten jeweils zu überzeugen.

So gab es einen spannenden Kontrast, als der Kirchenchor Vivaldis feierliches "Gloria" anstimmte, nachdem der Kinderchor des Kindergartens mit klatschenden Händen das Lied "Fünf kleine Fische" intoniert hatte. John Rutters erhebendes "Look at the world" erklang glockenklar und Mozarts "Laudate dominum" überzeugte mit toller Soloeinlage. Die Leitung des Kirchenchors hatte Jürgen Meyer inne, an der Orgel begleitete Sebastian Müller die Sänger.

Sänger in Anzug und Krawatte

Stilvoll in Kleidung und Songauswahl präsentierte sich der Männergesangverein Sangesfreude 1868. In dunklem Anzug und roter Krawatte intonierten sie beispielsweise Hans Georg Nägelis "Motette", dass in festlichem "Halleluja" und "Amen" gipfelte. Beinahe flehend erklang die Bitte "Wir bitten Dich, erhöre uns" in Mozarts "Gebet". Chorleiter war Everard Sigal.

Musikalisch auf den Punkt und in Spiellaune zeigte sich die Orchestergemeinschaft Musik verbindet mit Michael Christmann als Dirigent. So entführten sie gekonnt in Jacob de Haans "Ammerland", wobei man fast schon die gelben Rapsfelder riechen konnte. "Irish Tune from Country Derry" von Percy Grainger begann mit dunklen, tragenden Bässen und steigerte sich klar und hymnisch zum Höhepunkt. Alle Tempo- und Rhythmuswechsel in John Miles Klassiker "Music" meisterte die Gemeinschaft mühelos, ebenso wie das Medley "Tribute to Elvis", dass aus "American Trilogy" und "Can't help falling in love" bestand.

Zum Schluss enterten alle drei Ensembles gemeinsam die Bühne, um das Medley "Gospel Train" vorzutragen. Unter anderem mit "Down by the riverside", "When the saints go marching in" und eben "Oh Happy Day" klang der musikalische Querschnitt durch die geistliche Musik dann begeisternd aus.