Goethe, Kinski und die Ducumenta

Der erfolgreichste deutsche Kinofilm des vergangenen Jahres „Fack ju Göhte“ ist an diesem Wochenende in der Kinowerkstatt St. Ingbert zu sehen. Außerdem steht „Ein Abend mit Klaus Kinski“ auf dem Programm.

"Fack ju Göhte" brach sämtliche Besucherrekorde im Kino, inzwischen haben ihn circa sieben Millionen gesehen. Der Erfolg ist unübersehbar, aber gar nicht so einfach zu erklären. Eine Erklärung für den Erfolg können sich die Zuschauer der Kinowerkstatt an diesem Wochenende selbst suchen: Pünktlich zum Ferienbeginn läuft dort nämlich die Schulkomödie "Fack ju Göhte" (BRD 2013), Regie: Bora Dagtekin, mit Elyas M'Barek, Karoline Herfurth, Katja Riemann, Jana Pallaske , Uschi Glas und anderen jener Riesenerfolg des deutsch-türkischen Regisseurs Bora Dagtekin ("Türkisch für Anfänger"), der seit November 2013 in den deutschen Kinos läuft und zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm des vergangenen Jahres wurde, und dafür auch den deutschen Filmpreis erhielt.

Der Film läuft am heutigen 19 und 21.45 Uhr, und am Sonntag, 27. Juli, 20 Uhr. Er ist eine Schulkomödie, die davon erzählt, wie der charmant-aggressive Bankräuber Zeki Müller nach Absitzen seiner Gefängnisstrafe eine Stelle als Aushilfslehrer an der sozial zerrütteten Goethe-Gesamtschule antreten muss, weil seine gute Freundin, die Prostituierte Charlie (Jana Pallaske ), die Beute von seinem letzten Banküberfall in einer Baustelle unter dem Schulgelände vergraben hat - blöderweise steht da, wo das Geld vergraben liegt, jetzt aber ein Baubunker, und Müller muss einen Tunnel graben, um heranzukommen.

Doku über die Documenta

"Art's Home Is My Kassel"(D 2014) von Katrin und Susanne Heinz, ist eine kurzweilige Dokumentation über die Dokumenta 13 im Sommer 2012 und läuft noch einmal am Sonntag, 27. Juli, um 18 Uhr. Neben Aktivisten und Künstlern kommen auch normale Kasseler Bürger und Mitarbeiter des Kunstbetriebes zu Wort.

Die Kinowerkstatt lädt auch am Montag, 28. Juli, ab 18 Uhr ein: Auf dem Programm steht "Ein Abend mit Klaus Kinski " - ausgesucht und kommentiert von Filmliebhaber und Kinski-Fan Oliver Klein, der mit ein paar einleitenden Sätzen, Zitaten und einer kleinen Anekdote durch den Abend führt. Gezeigt wird ein kleiner Querschnitt aus dem künstlerischen Werk und Wirken des deutschen Film-, Fernseh-, Theaterschauspielers und Vortragskünstlers Klaus Kinski (1926 bis 1991). Es geht los um 18 Uhr mit dem historischen Interview in der TV-Talkshow "Je später der Abend" aus dem Jahr 1977 .

Im Anschluss um 19 Uhr gibt es das Monologhörspiel "Sechs Gramm Caratillo" von Horst Bienek aus dem Jahr 1960 : Der 33-jährige Klaus Kinski beweist darin, dass die Ausdruckskraft seiner Stimme faktisch keine Grenzen kennt: "Die deutsche Sprache ist eine der schönsten und ausdrucksvollsten aller Sprachen - wenn man sich ihrer Kraft bedient! Ich verlange die Freiheit, die ein Schriftsteller, ja ein Dichter für sich in Anspruch nimmt." (Klaus Kinski ) Um 20 Uhr läuft dann der herausragende Italowestern "Satan der Rache" (E dio disse a Caino) von Antonio Margheriti alias Anthony M. Dawson aus dem Jahr 1970 , einer der besseren und wenigen Italowestern , in dem Klaus Kinski die alleinige Hauptrolle spielt.

kinowerkstatt.de