Glühwein und Kürbissuppe für guten Zweck

Glühwein und Kürbissuppe für guten Zweck

Zum Jahreswechsel gab es einen freudigen Moment für die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland. Denn drei Geschäftsfrauen ließen auf dem Weihnachtsmarkt in Wadgassen, die Kassen für den guten Zweck klingeln.

Von Berufs wegen verschönern Heike Scherer-Irsch, Doris Roos und Anna Kiefer-Ladwein täglich Frauen mit Kosmetikprodukten, doch in der Weihnachtszeit werden die Frauen regelmäßig zu Engeln. Denn nicht nur mit Glühwein , Brezeln, Kürbissuppe und Kuchen sorgten sie am ersten Adventswochenende auf dem Weihnachtsmarkt in Wadgassen dafür, dass die Kasse für einen guten Zweck klingelt.

Zusätzlich wurden zwei Spendenkassen zugunsten der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland (Ekki) an der Weihnachtsmarktbude aufgestellt, eine zusätzlich bei einem französischen Bäcker in Wadgassen. "Unser Unternehmen besteht seit 53 Jahren und es ist der Firma wichtig, sich weltweit sozial für Frauen und Kinder einzusetzen", sagt Teamleiterin Heike Scherer-Irsch, "wir haben gesunde Kinder, sind glücklich und wollten uns im Saarland für eine Gruppe engagieren, die sich um Kinder kümmert, denen es nicht so gut geht." Die Frau aus Wadgassen erfuhr von ihrer St. Ingberter Kollegin Doris Roos von den "Ekkis". Und so darf sich die Gruppe seit sechs Jahren über das "verspätete" Weihnachtsgeschenk freuen. Über die Jahre gingen so rund 3500 Euro an die Elterninitiative, die in Homburg an der Uniklinik angesiedelt ist, allein 2015 waren es 960 Euro. "Ich freue mich total, Ihnen die Summe von 1361,67 Euro überreichen zu können. So ein Ergebnis hatten wir bisher noch nicht", sagte Heike Scherer-Irsch bei der Übergabe des Spendenschecks an Sigrid Singer, die das Spendenergebnis kaum fassen konnte. Dabei hatte der Erfolg noch mehr Väter und Mütter als nur die drei "Beautyfeen" und ihre Kolleginnen und Töchter, die den Helferdienst am Weihnachtsmarkt unter sich aufteilten. Jedes Jahr spendet Bauer Denis aus Lisdorf die Zutaten für die Kürbissuppe . Selbst in diesem Jahr, in der die Ernte mager ausfiel, hatte er ein großes Herz für die kranken Kinder und ihre Eltern. "Das ist ihm einfach wichtig", wissen die drei Hautpflegeberaterinnen. Und weil die Zutaten doch nicht ganz reichten, sprang ihm Bauer Paul aus Piesbach bei, der kurzerhand die fehlenden Suppeningredienzien lieferte. Eine Bekannte näht Mützen und Schals, ein großer Freundeskreis bäckt Kuchen, wieder andere spenden einfach so.

Sigrid Singer besuchte den Markt um zu sehen, wie die Spenden zusammenkommen und war begeistert von der Atmosphäre. Aber auch die Besucher des Standes kommen gezielt dorthin. "Wir bekommen während des Marktes ein unglaublich positives Feedback. Unser Angebot wird gut angenommen und oft sind die Gespräche auch unglaublich emotional", berichten die Frauen über ihre Erfahrungen.

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