Gesund essen und besser laufen

Herr Schedler, Ernährung und Laufen – was muss ich wissen? Martin Schedler: Es ist essentiell, sich richtig zu ernähren! Wenn man sich als Läufer vernünftig ernährt, beugt man Verletzungen vor. Was hat denn meine Ernährung mit dem Verletzungsrisiko zu tun? Schedler: Mehr, als man vielleicht denkt.

Beispielsweise bewirkt ein Magnesiummangel einen frühzeitigen Leistungsabfall. Wenn die Speicher nicht aufgefüllt sind, sind Muskelverhärtungen oder gar Zerrungen vorprogrammiert.

Und wie ernähre ich mich richtig?

Schedler: Was für die Auswahl der Laufstrecken gilt, trifft auch auf die Essgewohnheiten eines Läufers zu: Abwechslung tut Körper und Seele gut. Grundsätzlich sollte man darauf achten, möglichst fettarm und kohlehydratreich zu essen und viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Bei mir gibt es normalerweise drei Hauptmahlzeiten und zwischendurch kleinere Snacks, zum Beispiel Trockenobst oder Studentenfutter. Ein kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Vorsichtig sein sollte man beim Salatbuffet. Obschon es sehr löblich ist, in der Mittagspause den gesunden Salatteller der deftigen Lasagne vorzuziehen, sollte man - gerade in unseren Breiten - darauf achten, welches Dressing man wählt: Allzu sahnige Saucen wie zum Beispiel das beliebte French Dressing können das Lauferlebnis durchaus trüben und sind auch allgemein nicht besonders gesundheitsfördernd. Übrigens bietet die Knappschaft ihren Versicherten saarlandweit kostenlos sehr gute Ernährungskurse an.

Darf ich vor dem Laufen überhaupt noch was essen?

Schedler: Zwei bis drei Stunden vor dem Training sollte man nichts Größeres mehr essen, dann läuft es sich am unbeschwertesten.

Und wie stille ich am besten meinen Durst?

Schedler: Ehrlich gesagt, ich schwöre auf Apfelschorle. Das Geld für teure Sportlergetränke investiert man meiner Meinung nach besser anderweitig - zum Beispiel in vernünftige Laufschuhe. Wie viel sollte man trinken?

Schedler: Für diese Frage gibt es einen zuverlässigen, körpereigenen Marker: Ist der Urin nahezu farblos, kann man sicher sein, genügend Flüssigkeit zu sich genommen zu haben.

Und wenn ich ernährungstechnisch doch mal über die Stränge schlagen möchte?

Schedler: Das darf man am ehesten nach dem Lauf, denn dann profitiert man vom so genannten "Nachbrenneffekt": In den ersten zwei bis drei Stunden nach dem Laufen ist der Körper aufnahmefähiger und verarbeitet das Verspeiste besser. Das kann man sich auch zu Nutze machen, wenn man abnehmen möchte.

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