Genau das richtige Sprachrohr

Er kann ein Spiel gut lesen und ist genau der richtige Typ als neuer Kapitän. Trainer Uwe Lang vom TuS Rentrisch lobt Matthias Weyers sehr. Auf den Innenverteidiger und seine Kollegen kommt am Sonntag im Spiel gegen Tabellenführer SV Habach viel Arbeit zu.

Der TuS Rentrisch empfängt an diesem Sonntag um 15 Uhr als Tabellen-14. der Fußball-Verbandsliga Nordost Spitzenreiter SV Habach. Als Kapitän wird den TuS wieder Matthias Weyers anführen. Seit dieser Saison trägt der 24-jährige Innenverteidiger die Spielführerbinde. Nachdem der bisherige Kapitän Heiko Hussain das Amt nicht mehr übernehmen wollte, wurde Weyers von Trainer Uwe Lang mit der Aufgabe betraut.

"Ruhiger und sympathischer Typ"

"Matthias ist ein sehr ruhiger und sympathischer Typ und kann ein Spiel gut lesen. Ein Spielführer soll bei mir mein Sprachrohr in der Mannschaft sein. Und Matthias war in meinen Augen genau der richtige Mann dafür", erklärt Lang.

Der so Gelobte ist der Bruder von Philipp Weyers, seines Zeichens seit dieser Saison Spielertrainer beim Saarlandligisten SV Auersmacher. Matthias Weyers (25) wohnt in Scheidt und studiert in Kaiserslautern Bauingenieurwesen. Der Abschluss ist für nächstes Jahr geplant. Anschließend möchte Weyers im Saarland als Bauingenieur arbeiten und auch noch weiterhin nebenher Fußball spielen.

Seine Laufbahn begann in der F-Jugend des SV Scheidt. Dem Heimatverein hielt er bis einschließlich der B-Jugend die Treue, ehe der Wechsel zum ASC Dudweiler folgte. "Ich war seinerzeit kein Stammspieler", erinnert sich der Defensivspezialist an die insgesamt dreieinhalb Jahre am "Brennenden Berg" zurück. In der Winterpause zog es Weyers dann zum Landesligisten Viktoria Hühnerfeld. "Dort hat es nicht gepasst, ich ging dann bereits nach sechs Monaten für zwei Jahre zum SV Scheidt zurück. Es folgten zwei Spielzeiten bei der SpVgg. Quierschied, bei der "ich mit dem Verbandsliga-Aufstieg meinen bislang größten sportlichen Erfolg feiern durfte", erinnert sich Weyers.

Nur ein Katzensprung weit weg

Da die Entfernung zwischen Quierschied und dem Wohnort Scheidt zu groß war, suchte Weyers nach der Saison 2013/14 eine neue Herausforderung. Die Wahl fiel dann auf den seinerzeit ebenfalls gerade in die Verbandsliga aufgestiegenen TuS Rentrisch . "Scheidt und Rentrisch liegen quasi nur einen Katzensprung voneinander entfernt, und ich kannte bereits einige Spieler ganz gut", erklärt er. Er feierte dann mit der Lang-Elf als Liganeuling den vorzeitigen Klassenverbleib. "Dass die Wahl des Trainers auf mich fiel, war schon etwas überraschend, aber es hat mich natürlich sehr gefreut. Die Reaktion in der Mannschaft war ebenfalls positiv", betont Weyers.