Gemeinsames Handeln: das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz

Saarpfalz-Kreis : Hospiz- und Palliativnetz bündelt Kräfte

Erstes Hospizforum am Mittwoch, 12. Juni, im parlamentarischen Trakt des Verwaltungsgebäudes in Homburg.

Heißt es nicht landläufig „Der Tod gehört zum Leben dazu“? Und dennoch ist der Tod für viele Menschen ein Tabuthema. Sich dann gar mit dem Sterben als solches auseinanderzusetzen, bringt so manchen sicher an seine Grenzen. Doch wie formulierte es der Schriftsteller Wilhelm Busch (1832-1908) ganz treffend: „Kein Leugnen hilft, kein Widerstreben, wir müssen sterben, weil wir leben.“

Und weder das Leben noch das Sterben funktionieren ohne eine gewisse Organisation oder gar Routine. Das ist sicher pragmatisch gesprochen, was wiederum nicht ausschließt, dass das Thema Sterben auf äußerst sensible Art und Weise behandelt werden darf und behandelt werden muss.

Bemerkenswerterweise gibt es viele Akteure und auch ehrenamtlich Tätige im Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit im Saarpfalz-Kreis. Um Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, haben sich im November 2017 unter Federführung von Ulrike Zawar, Geschäftsbereichsleiterin Arbeit und Soziales im Saarpfalz-Kreis, 51 Netzwerkpartner zu einem „Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz“ zusammengeschlossen. Es handelt sich bei den Netzwerkpartnern neben dem Saarpfalz-Kreis um Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie der Seelsorge im Saarpfalz-Kreis, die sich für die hospizlich-palliative Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen einsetzen.

Als grundlegende Ziele hat das Netzwerk „die Verbesserung und den Erhalt der Lebensqualität von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankung und deren Familien“ festgehalten. „Das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz verfolgt diese Ziele insbesondere durch die Förderung der multiprofessionellen Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner und durch kontinuierliche Diskussion und Fortbildung“, erklärt Ulrike Zawar. So hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jüngsten Treffens der Steuerungsgruppe des Hospiznetzwerkes vor kurzem beschlossen, ein regelmäßig stattfindendes „Hospizforum“ ins Leben zu rufen. Des Weiteren wird das Netzwerk in den kommenden Wochen einen praktischen Hospiz- und Palliativratgeber präsentieren, der Kontaktadressen im Saarpfalz-Kreis auflistet und auch über das Recht auf (kostenlose) hospizliche und palliativmedizinische Versorgung in unterschiedlichen Einrichtungen sowie über das Thema Seelsorge informiert, heißt es weiter. Das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz steht Personen und Einrichtungen offen, die sich für das körperliche, seelische, psychosoziale und spirituelle Wohl hospizlich und/oder palliativ zu betreuender Menschen einsetzen. Weitere interessierte Netzwerkpartner sind jederzeit willkommen und sollten sich bei der Koordinierungsstelle, Ulrike Zawar, Tel. (0 68 41) 1 04 82 33, melden.

Organisiert durch das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz findet am Mittwoch, 12. Juni, um 18 Uhr im parlamentarischen Trakt, Am Forum 1 in Homburg das erste Hospizforum Saarpfalz statt. Klaus Aurnhammer, Theologe und Krankenpfleger, Palliativstation der Marienhausklinik St. Elisabeth Saarlouis, wird zum Thema „Resilienz in Hospizarbeit und Palliativmedizin“ sprechen. Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen unter Telefon (0 68 41) 1 04 80 56 oder per E-Mail: Dez3@saarpfalz-kreis.de.

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