Gemeinsam die Natur entdecken

Gersheim. Mit dem neuen Projekt "Eine Natur - zwei Sprachen - ein Netzwerk" wendet sich der französische Verein "Ariena" grenzübergreifend an Schüler der beiden Nachbarländer Frankreich und Deutschland. Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert

Gersheim. Mit dem neuen Projekt "Eine Natur - zwei Sprachen - ein Netzwerk" wendet sich der französische Verein "Ariena" grenzübergreifend an Schüler der beiden Nachbarländer Frankreich und Deutschland. Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. Projektpartner bei der Realisierung sind die "Grange aux Paysages" in Lorentzen (Elsass) und das ökologische Bildungszentrum Spohns Haus."Ariena" ist ein Verein im Elsass, der aus einer gemeinsamen Initiative von Vereinen, Gebietskörperschaften und Verwaltungen entstanden ist. Ziel der "Ariena" ist es, durch Umweltbildung das Verantwortungsbewusstsein der Bürger gegenüber ihrer Umwelt zu verbessern. Wie Spohns Haus weiter mitteilt, konnten mit der französischen "Ecole Primaire" (Grundschule) aus Sarre-Union und der Grundschule Reinheim zwei weitere Partner gewonnen werden, die das Projekt konkret umsetzen. In einer ersten Phase besuchten die Gersheimer Grundschüler ihre französischen Partner in Lorentzen.

Während des zweitägigen Aufenthaltes leiteten die deutschen Kinder ihre Freunde aus Sarre-Union beim Bau eines Insekten-Hotels an. Anschließend wurde die Insektenbehausung auf dem Gelände der dortigen Grundschule installiert. Die zweite Phase des Pilotprojektes fand nun in Spohns Haus statt. Die Schülerinnen und Schüler aus Sarre-Union kamen zu einem zweitägigen Gegenbesuch nach Gersheim, um gemeinsam mit den deutschen Kindern ökologische Erfahrungen zu sammeln. Kernthema des Aufenthaltes war das Leben der Bienen und ihr Beitrag zu einem ökologischen Naturkreislauf.

Spielerisch, aktiv und kreativ lernten die Grundschulkinder mit allen Sinnen, wie wichtig Bienen für den Erhalt der Natur sind und welchen positiven Einfluss sie auf die Artenvielfalt haben. Neben der Sensibilisierung für ökologische Themen standen insbesondere auch die Aspekte "Spracherwerb" und "interkulturelles Lernen" auf dem Programm. In verschieden Workshops sollten die national-gemischten Gruppen gegenseitige Hemmungen abbauen, voneinander lernen und insbesondere miteinander Spaß haben.

Geleitet wurde die Maßnahme von Marie-Christine Dussart, Mitarbeiterin des Teams von Spohns Haus. Dussart: "Diese grenzübergreifende Maßnahme stellte sowohl für die Kinder beider Länder als auch für die Pädagogen der beiden ökologischen Bildungseinrichtungen eine große Bereicherung dar." red