Gemeinde begrüßt neuen Pfälzer Pfarrer

Gemeinde begrüßt neuen Pfälzer Pfarrer

Am Sonntag wurde der neue Pfarrer der Pfarreiengeimeinschaft St. Ingbert mit einem Amtseinführungsgottesdienst in der Josefskirche willkommen geheißen. Achim Dittrich versah seinen Dienst vorher in Hütschenhausen.

St. Ingbert. Eine Woche blieb dem neuen Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft der Stadt St. Ingbert, Achim Dittrich, Zeit, um seit seinem Dienstantritt am 1. September erste Bekanntschaft mit seiner neuen Wirkungsstätte zu machen. Am Sonntag wurde er nun mit einem Amtseinführungsgottesdienst den St. Ingbertern vorgestellt. Und wieder ist es ein Pfälzer, der vom Bischof in die "Saarpfalz-Metropole" entsendet wurde. Dittrich kam aus Hütschenhausen, wo er "manches bewegt und renoviert hat", so Prodekan Eric Klein. Damit hätten die St. Ingberter auch ihre Erfahrungen, womit er auf den Brand und die Aufbauarbeiten an der Josefskirche verwies. Deshalb überreichte er einen Feuerlöscher. Mit diesem "unüblichen" Geschenk verband er den Wunsch, dass Pfarrer Dittrich ihn nie brauchen möge, wünschte sich aber sehr wohl, dass er zum "Brandstifter" würde: "Ich wünsche Dir, dass du frühzeitig Konfliktherde eindämmst, dass du Menschen in Liebe zueinander entflammst (…), das Feuer des Glaubens entfachst und dass Dein Herz für die Ökumene brennen möge." Andere entzünden ohne sie zu verbrennen, das sei die Aufgabe des neuen Pfarrers in der großen Pfarreiengemeinschaft, die ab 2015 nur noch eine Pfarrei sein wird.

Achim Dittrich übernahm den symbolischen Schlüssel, um "damit nicht nur Türen, sondern auch Herzen zu öffnen". Er selbst wählte das Bild des Rebstocks für seine Einführung, denn der Rebstock strebe in den Himmel und dessen Bild passe auf die pastorale Situation. Der große Weinberg St. Ingbert wolle gepflegt sein und "meine Aufgabe hier ist groß, übergroß könnte man meinen", so Dittrich. Doch von seiner vorherigen Stelle hätte er das kirchliche Leben in der Mittelstadt verfolgt und hätte im Miteinander um das Ringen für eine neue Kirche nach dem Brand gesehen, dass "Gott in St. Ingbert wichtig ist, und das hat mich ermutigt".

Die markante Josefskirche, die in exponierter Lage ein Symbol der Stadt darstellt, sei nicht nur als Denkmal oder Museum wieder aufgebaut worden, sondern als Gotteshaus, in dem man zusammenkommt und Kraft für den Alltag schöpft. "Ich möchte nicht nur eine Megapfarrei leiten, ich will das katholische Leben in St. Ingbert stärken und erneuern. Das Pfarrhaus auf dem Hügel soll ein offenes sein. Nehmen Sie uns in Anspruch, kommen Sie vorbei", lud Pfarrer Dittrich seine Gemeinde zum offenen Dialog ein. Es folgten die kirchlichen und weltlichen Grußworte. "Ich wünsche Ihnen, dass sie mit dem Herzen hier ankommen (…) vom Pfälzer zum Saarländer werden. Das ist das Schwierigste, was es gibt", so Ortsvorsteher Ulli Meyer. Auch die Kirchenchöre und ein Bläserensemble sorgten dafür, dass es ein festliches Hochamt war und sich der neue Pfarrer herzlich aufgenommen fühlte. con

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