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Gelungene Märchen-Premiere in Gräfinthal

Gelungene Märchen-Premiere in Gräfinthal

Mit einer gelungenen Premiere begann die Naturbühne Gräfinthal am Samstag ihre neue Spielsaison. 25 meist jugendliche Darsteller zeigten das Märchen der Gebrüder Grimm „Dornröschen“ in einer Fassung von Karlheinz Komm und sie erhielten von den Zuschauern langanhaltenden Applaus.

Die Premiere war nicht ausverkauft, aber doch sehr gut besetzt, besonders viele Familien mit Kindern waren anwesend und viele Besucher waren aus dem benachbarten Frankreich gekommen. Auch aus dem nördlichen Saarland, wo die Naturbühne schon sehr viele Stammgäste hat, waren Zuschauer nach Gräfinthal gekommen, wie die Vorsitzende des veranstaltenden Kulturvereins Bliesmengen-Bolchen, Kathrin Wannemacher berichtete. Anhand der telefonischen Kartenvorbestellungen sei es sehr gut zu ermitteln, woher die Zuschauer kommen. Auch für das Erwachsenenstück "Arsen und Spitzenhäubchen" gebe es schon großes Interesse.

Das Märchen vom Dornröschen ist bekannt, der Autor hat es in seiner Version aufgefrischt und besonders auch die Zuschauer ins Geschehen einbezogen. So wirkten die Kinder mit großer Begeisterung mit, als der Prinzessin Röschen zum 15. Geburtstag mit "Heute hast Du Geburtstag" ein Ständchen gesungen wurde. Nicht weniger kräftig klatschten die Zuschauer, als der sonst grantige Koch sein Lied "Hey ich bin der Meisterkoch" zum Besten gab. Auch die Feen spielten eine große Rolle im Märchen, sie standen im direkten Dialog mit den Zuschauern und besonders mit den Kindern, sorgten sie für die Zeitsprünge im Märchen und zählten mit ihnen gemeinsam in Zehnerschritten auch die hundert Jahre aus, die Dornröschen im Schlaf verbringen musste, bis der junge Prinz sie mit einem Kuss wieder erweckte. Eine Besonderheit im Märchen von Karlheinz Komm ist die erste königliche Storchenlandebahn auf dem Schloss, wo an einem Seil ein Storch das langersehnte, im Tuch eingewickelte Kind zum Schloss brachte. Als am Ende des Stückes die große Dornenhecke ins Spiel kam, unter der Dornröschen und das gesamte Schloss hundert Jahre lang schlafen musste, wurde als Dornenhecke ein großer Vorhang über die Darsteller gezogen.

Insgesamt wirkten die Veranstaltung und das gesamte Bühnenbild dekorativ sehr aufwendig und sie war auch mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Da alle diese Tätigkeiten durch ehrenamtliche Helfer geleistet werden, trägt sich die Bühne selbst, ohne auf öffentliche Mittel angewiesen zu sein, wie der Verein ausführt. Aufgrund des hohen Zuschauerzuspruchs in der Vergangenheit konnte jeder erwirtschaftete Gewinn wieder in die Bühne investiert werden und die Anlage zu einer der modernsten und schönsten Freilichtbühnen Deutschlands ausgebaut werden. Auch die technische Ausstattung sei entscheidend verbessert worden und biete zusammen mit den Möglichkeiten für Spezialeffekte und Pyrotechnik ideale Bedingungen. Besonders wirksam auch die neue drahtlose Mikrofonanlage für die Tonübertragung, damit könnten die Besucher nicht nur alles sehen, sondern auch alles hören, wie uns Kathrin Wannemacher berichtete. Karoline Westrich ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Bühne verantwortlich, und sie zeigte sich im Gespräch besonders stolz, dass viele Kinder und Jugendliche mit großer Begeisterung auf der Bühne mitwirken. Noch 13-mal spielt die Naturbühne Dornröschen, siebenmal Arsen und Spitzenhäubchen.

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Auf einen BlickBei Theaterveranstaltungen haben die Kassen circa zwei Stunden vorher geöffnet. Parkplätze sind vorhanden, die Einweisung nimmt die örtliche Feuerwehr vor. Um ständige Beratung interessierter Zuschauer zu gewährleisten, ist die telefonische Kartenreservierung in der Zeit von Juni bis August einem professionellen Call Center übertragen worden. Infos und Kartenreservierung unter Tel. (0 68 04) 6556 und im Internet unter www.naturbuehne-graefinthal.de. fb