Gelder für Kita-Neubau bewilligt

Beim Neubau der Kita St. Sebastian ist jetzt ein Ende in Sicht. Bis zum nächsten Kindergartenjahr sollen am Schlossberg in Blieskastel 50 Kindergartenkinder und 20 Krippenkinder betreut werden können.

Die Zuschüsse zum Neubau der Kindertagesstätte St. Sebastian sind jetzt bewilligt worden. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Ende Februar diesen Jahres hatten Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) und Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (CDU) den Spatenstich für den Neubau der Kindertagesstätte St. Sebastian am Schlossberg in Blieskastel vollzogen. Damals war der Minister zu diesem Termin allerdings noch ohne die entsprechenden Zuwendungsbescheide für die Bundes- und Landesmittel gekommen, wie Stadtpressesprecher Jens Welsch mitteilt. Bei einem Projekt mit zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 2,074 Millionen Euro handele es sich um 105 000 Euro an pauschalen Bundesmitteln für die Schaffung von zehn Krippenplätzen und 632 100 Euro an weiteren Landesmitteln. Weiterhin kämen dazu noch Kreiszuschüsse in Höhe von 590 700 Euro, so dass der städtische Anteil an den Baukosten bei 746 200 Euro liege. Ohne die genannten Zuschüsse durch Bund, Land und Kreis seien solche finanzintensiven Projekte für die Stadt Blieskastel nicht zu leisten. "Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Zusagen nun endlich eingetroffen sind. Bisher hat die Stadt Blieskastel die Maßnahme, für die seit Dezember 2012 ein vorzeitiger Baubeginn durch das Bildungsministerium vorliegt, vorfinanziert", heißt es aus dem Rathaus.

Bis Sommer dieses Jahres war der Rohbau erstellt, derzeit seien die Ausbaugewerke bei der Arbeit, und es erfolge der Innenausbau mit der Haustechnik.

Bis zum kommenden Kindergartenjahr solle der Neubau fertig gestellt sein, so dass dann am neuen Standort am Schlossberg 50 Kindergartenkinder und 20 Krippenkinder betreut werden können. "Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung unseres Krippenkonzeptes und um unseren Kindern eine qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungseinrichtung zu gewährleisten", so die Bürgermeisterin. Der Bau des neuen Kindergartens schien fast eine unendliche Geschichte zu werden. Lange Jahre beschäftigten sich Verwaltung und Stadtrat mit dieser Maßnahme.

Nicht verwirklichen ließ sich der Neubau im Kirchgarten neben der Schlosskirche, weil der Standort vom bischöflichen Ordinariat nicht genehmigt wurde. Als gute Lösung wurde der Anbau an der Grundschule am Schloss angesehen. Doch nachdem alle Gremien zugestimmt hatten, stürzte kurz vor Einreichung des Bauantrages in unmittelbarer Nähe die Schlossmauer ein. Deshalb konnte der Neubau an dieser Stelle nicht mehr verwirklicht werden. Nun einigte man sich auf das Grundstück am Schlossberg, musste allerdings zunächst noch die Zustimmung des Landesdenkmalpflegers einholen, der das historische Gartenhaus am so genannten Waisenhausgarten schützen wollte und den Neubau doch in entsprechender Entfernung vom historischen Gebäude haben wollte.