Geld, Sex und viel Humor

Herbitzheim. Für Theaterfreunde wurden die beiden Spielabende der Theatergruppe des Fördervereins der Spielgemeinschaft Herbitzheim-Bliesdalheim zu einem tollen Erlebnis. Sie verfolgten mit großem Genuss, dass die Bar "Toujours l'amour" im Hause Groß für Stress sorgt

Herbitzheim. Für Theaterfreunde wurden die beiden Spielabende der Theatergruppe des Fördervereins der Spielgemeinschaft Herbitzheim-Bliesdalheim zu einem tollen Erlebnis. Sie verfolgten mit großem Genuss, dass die Bar "Toujours l'amour" im Hause Groß für Stress sorgt. Die gestrenge Frieda (gespielt von Kristina Sand) greift manchmal zum Nudelholz, um ihren Gatten Gustav (Walter Sand) zur Räson zu bringen. Kein Wunder, dass dieser gerne einmal flüchtet. Unglücklicherweise zieht es ihn zu Bardamen des "Toujours l'amour", wo er beim Pokern 5000 Euro verzockt. Damit ist die Katastrophe programmiert. Er plündert das Sparkonto und gibt das Geld irrtümlich Ingo Bond (Thomas Klein), der neuen "Flamme" von Tochter Alexandra (Katharina Faber).

Während die Verwicklungen auf der Bühne zunehmen, steigt beim Publikum im Herbitzheimer Bürgerhaus die Stimmung. Damit spornen die Zuschauer die Theatergruppe Sodom und Gomorrha bei der Aufführung des Schwanks "0900 sechsmal die Sechs" von Reiner Blößer an. Als Frieda merkt, dass ihr Spargroschen weg ist, lügt ihr Gustav vor, er habe das Geld angelegt. Opa Groß (Jürgen Meidinger) rät dem verzweifelten und ratlosen Ehemann, das Geld mit Telefonsex wieder reinzuholen. Doch auch Gustavs Freund Karl Klapper (Wolfgang Albrecht), zu dem der superschlaue Sohn Micha gehört, gespielt vom Debütanten in einer abendfüllenden Rolle, Tim Schumacher, kann nicht helfen. Statt Kunden rufen bei der Telefon-Nummer "0900 sechsmal die Sechs" der Pfarrer und Karls Frau Klothilde (Kerstin Görgen), an. Obendrein schaut ständig Klatschtante Mathilda Schnack (Dagmar Nicolai) vorbei, und der Opa schlägt den Freund der Enkelin k.o.

Trotz alledem endet die Geschichte natürlich mit einem Happy End. Denn auch den Opa zieht es in die Bar. Mit seinem Poker-Gewinn füllt er die Haushaltskasse wieder auf und verjubelt nur den Rest mit den Bardamen um Cocoloren (Marie-Elise Eiswirth).

Fast drei Stunden sorgten die Laienschauspieler für Theaterspaß, bei dem Thomas Klein Regie führte und zu dem auch die Souffleuse Caroline Welsch beitrug. Hinter den Kulissen machten sich Manuela Adam und Roswitha Sperling (Maske) sowie Dieter Kruse, Florian Sperling und Wolfgang Eiswirth (Technik) nützlich.

In einem weiteren Auftritt wird die Gruppe am Freitag, 18. Januar, 20 Uhr, während der 27. Gersheimer Theaterwoche im Kulturhaus zu sehen sein.