Geburtstagsfeier nach Noten

Von Freitag bis Sonntag feierte der Musikverein Rentrisch seinen 50. Geburtstag zeitgleich mit dem Kreismusikfest auf dem Schulhof in Rentrisch. Musizieren und Geselligkeit standen im Vordergrund.

 Mehrere Blasorchester gaben dem Fest eine besondere Note und brachten den Rentrischern ein Ständchen zum 50. Foto: Jung
Mehrere Blasorchester gaben dem Fest eine besondere Note und brachten den Rentrischern ein Ständchen zum 50. Foto: Jung Foto: Jung

. Das Wochenende stand beim Musikverein Rentrisch ganz im Zeichen der Musik. Doch sind sonst das Dorffest, das Weihnachtskonzert, Kirchenkonzerte , oder Auftritte bei den Sommerkonzerten in der "Luschd" die jeweiligen Highlights, fielen von Freitag bis Sonntag Ostern und Weihnachten zusammen. Denn der Verein feierte nicht nur seinen 50. Geburtstag mit vielen "Extras", sondern er stand als Gastgeber mit dem Großen Orchester auf der Bühne im Festzelt des Schulhofs, war gleichzeitig Jubilar und Organisator, Geehrter und Geforderter. Die Musiker machten Musik, koordinierten die Aktivitäten mit anderen Vereinen und waren auch bei der Essensausgabe und am Getränkestand aktiv.

Zeitgleich fand in Rentrisch das Kreismusikfest statt, es gab ein Freundschaftsspielen der Jugendorchester des Saarpfalz-Kreises und am eins für die "Großen". Ein Höhepunkt, neben vielen anderen Geburtstagsgeschenken, die sich der Verein selbst machte, war der Massenchor am Sonntagnachmittag, der sich aus mehreren Großen Orchestern zusammensetzte. Ein schönes und buntes Bild, wie Musiker aus Kirrberg, Limbach, Gersheim, Rohrbach oder die St. Ingberter Bergkapelle und natürlich die Rentrischer zum Super-Großen Orchester firmierten. Wichtig sei beim Orchester das gemeinsame Anfangen und Aufhören, hört man immer wieder. Aber dort standen Vollblutmusiker, bei denen sich auch das "Zwischendrin" harmonisch anhörte. Ein Erlebnis nicht nur für die Zuhörer, die sich freuten, "dass uffm Rentrisch ebbes los ist", sondern für alle beteiligten Musiker . Angesichts des dicht gefüllten, dreitägigen Programms fiel die Auswahl nicht leicht. Mit der Stadtkapelle Saarbrücken und dem Polizeiorchester des Saarlandes kamen am Sonntag zwei Klangkörper, die als Vorbilder für viele der anwesenden Musizierenden gelten. Am Freitag- und Samstagabend kamen die Rock- und Pop-Fans auf ihre Kosten und so mancher, der zuvor bei klassischer Orchesterliteratur verweilte, tanzte noch am Morgen gegen drei Uhr zu moderneren Rhythmen.

Eine gute Idee war der vom Musikverein für Samstag angesetzte Dorfgemeinschaftsabend, bei dem die Rentrischer Vereine im Bierkrugstemmen, Nägel versenken oder am Sägebock ihre Qualitäten unter Beweis stellten. Der Auftritt ehemaliger Musiker und Dirigenten des Musikvereins war eine schöne Geste für die aktiven Musiker und die ehemaligen. Werner Weißenauer, ehemaliger Dirigent des Jugendorchesters in einer für den Musikverein schwierigen Zeit sah unter den Erwachsenen im Großen Orchester viele "seiner Kinder" wieder. Für ihn eine Bestätigung, dass sich die Nachwuchsförderung lohnt, die im MV Rentrisch groß geschrieben wird.

Hubert Wagner, Geschäftsführer der Stadtwerke St. Ingbert, erinnerte als Schirmherr und "Rentrischer im Herzen" an die Gründungszeit des Vereins, als es in Rentrisch noch mehrere Bäckereien, Lebensmittelgeschäfte und sieben Gasthäuser gab, wo in einem auch die Gründungsversammlung des Vereins stattfand. Die Gaststätte gibt es längst nicht mehr, doch der MV und die Liebe zur Musik haben ein halbes Jahrhundert überdauert.