Gastgeber zollen Italien Tribut

Drei Ensembles unterstützten die Gastgeber des Männergesangvereins Frohsinn beim 14. Neujahrskonzert: Die Orchestergemeinschaft „Musik verbindet“, der Chor Canticum Novum und der Kuckuckschor Hassel.

. Auf manche fast alltägliche Dinge im Leben muss man erst einmal von anderen hingewiesen werden. So war es auch am Samstagabend, als der Männergesangverein (MGV) Frohsinn St. Ingbert zu seinem traditionellen Neujahrskonzert in die Stadthalle eingeladen hatte. Es war immerhin die 14. Auflage dieser Veranstaltung, die mittlerweile getrost als Tradition bezeichnet werden kann.

Auch dieses Mal waren neben dem MGV selbst wieder drei weitere mitwirkende Gruppierungen dabei: Die Orchestergemeinschaft (OG) "Musik verbindet" Oberwürzbach, der Chor "Canticum Novum" und der Kuckuckschor Hassel.

Und genau auf die Herkunft der drei Kulturträger spielte der MGV-Vorsitzende Heribert Wallacher in seiner Eröffnungsrede an. Es dürfte keine Veranstaltung geben, die Mitwirkende in dieser Anzahl aus drei Stadtteilen vorzuweisen hat. Für alle diese Beteiligten und für die Mittelstadt selbst stellt das Konzert als erste Kulturveranstaltung im neuen Jahr eine feste Größe dar. Auch dieses Mal schaffte es die OG (Leitung: Magnus Willems) von ersten Stück an, den Nerv des Publikums zu treffen. "Academic Fanfare", die Eröffnung für Blechbläser - wie Moderator Andreas Herold verriet - sogar gleich für die ersten "Bravo!"-Rufe des Abends.

Bei "Saxo-Fox" kamen vor allem die Saxofon-Spieler (Katrin Hartz, Niko Petermann, Antje Hermann, Thomas Frisch, Markus Schanne und Patrick Schmitt) mit ihren Solis gut an. "Spitze" rief ein begeisterter Konzertbesucher gar bei "Bugler's Holday". Bei diesem Stück hatten auch die Trompeter Stefan Zintel, Hannes Seidel und Frank Hubertus ihren Soloauftritt. Der Gastgeber MGV (Leitung: Markus Schaubel) hatte seinen Gesangsschwerpunkt in Italien: "La Morettina", "La Montanara", "Wo die Mandelbäume blühen" und das "Chianti-Lied". Letzteres wurde vom Publikum begeistert mitgesungen und -geklatscht. "Canticum Novum" (Leitung: Markus Schaubel) hatte sich dieses mal für vorwiegend deutsche Lieder entschieden. "Ausgerechnet Bananen" oder "Für eine Nacht voll Seligkeit" standen beispielhaft für das Abendprogramm des Chores aus der Pfarrei St. Josef.

Auch der Hasseler Kuckuckschor (Leitung und Akkordeon: Hansi Spengler) schaffte es, mit seinem ersten von vier Titeln bereits ein "Bravo!" aus dem Publikum auf die Stadthallenbühne zu entlocken. Beim "Froher Sängermarsch" und "Kalinka" hatte Solist Wolfgang Hubertus seinen Auftritt. Begleitet wurde er von Rudi Anselmann auf der Balalaika. Tradition wurde auch diese mal wieder beim gemeinsamen Schlusslied groß geschrieben, als mit allen Beteiligten das Steiger-Lied gesungen wurde, welches sogar wiederholt werden musste.