Ganz in Weiß und ohne Kommerz

Blieskastel. Die Blicke gingen den ganzen Nachmittag sorgenvoll zum Himmel, selbst der Wetterdienst am Flughafen Ensheim wurde befragt: Aber dann fand das erste "Diner en blanc" am Samstagabend doch statt. Und man hatte - zumindest am frühen Abend - doch noch Glück mit dem Wetter. Es war eine Idee des Blieskasteler Stadtmarketingvereins. Das "Diner en blanc" geht auf eine Idee aus Paris zurück. Dort fand eine Party im Bois de Boulogne 1988 erstmals ganz in Weiß statt. In vielen deutschen und europäischen Städten gibt es inzwischen regelmäßig diese "Diners", also nicht unbedingt eine ganz neue Idee. Aber für Blieskastel schon, und der Erfolg gibt den Organisatoren - gerade weil die Wetterumstände nicht optimal waren - dann doch Recht. Pflichtkleidung war weiß, auch die Tische und Stühle oder Bänke sollten weiß gedeckt sein. Jeder Teilnehmer - es waren am Samstagabend sehr viele Gruppen oder zumindest Paare - konnte sich sein Essen mitbringen, ob nun ganz hohe Küche oder eher partymäßig-rustikal.

Blieskastel. Die Blicke gingen den ganzen Nachmittag sorgenvoll zum Himmel, selbst der Wetterdienst am Flughafen Ensheim wurde befragt: Aber dann fand das erste "Diner en blanc" am Samstagabend doch statt. Und man hatte - zumindest am frühen Abend - doch noch Glück mit dem Wetter. Es war eine Idee des Blieskasteler Stadtmarketingvereins. Das "Diner en blanc" geht auf eine Idee aus Paris zurück. Dort fand eine Party im Bois de Boulogne 1988 erstmals ganz in Weiß statt. In vielen deutschen und europäischen Städten gibt es inzwischen regelmäßig diese "Diners", also nicht unbedingt eine ganz neue Idee. Aber für Blieskastel schon, und der Erfolg gibt den Organisatoren - gerade weil die Wetterumstände nicht optimal waren - dann doch Recht. Pflichtkleidung war weiß, auch die Tische und Stühle oder Bänke sollten weiß gedeckt sein. Jeder Teilnehmer - es waren am Samstagabend sehr viele Gruppen oder zumindest Paare - konnte sich sein Essen mitbringen, ob nun ganz hohe Küche oder eher partymäßig-rustikal.

Kein Plastikgeschirr

Aber, so stellte Cheforganisator Rainer Schetting vom Blieskasteler Marketing-Verein heraus, man sollte kein Plastikgeschirr dabei haben, also Porzellan und Glas waren angesagt. "Wir haben die Idee gewagt und umgesetzt, alles über 100 Anmeldungen wäre schon spitze gewesen", hatte er im Vorfeld eher etwas skeptisch prognostiziert. Aber dann kam die große Überraschung: Es gab über 180 Anmeldungen. "Zwar haben wir dann am Nachmittag wegen der unsicheren Wetterlage einige Absagen gehabt, aber es sind unterm Strich gut 150 Teilnehmer gewesen. Damit sind wir für die erste Auflage höchst zufrieden", zeigte sich der Weinhändler glücklich. Man hatte den Ort zunächst geheim gehalten, aber schon im Vorfeld war klar, dass sich die ganze Sache in der Nähe des Schlangenbrunnens abspielen werde. Und so kam es denn auch, denn viele hatten keine eigenen Tische und Stühle mitgebracht, sondern diese bei Schetting vorbestellt.

Und dann, nach ein bisschen Vorbereitungszeit, ging die Party so richtig ab. Es wurde gegessen und getrunken, alles war sehr zwanglos. Dies erkannte man auch an der Sitzordnung: Weil "Diners en blanc" oft an einer lang gestreckten Tafel stattfinden, wollte man dieser Tradition auch in Blieskastel treu bleiben. Aber die Teilnehmer zeigten sich als Bliestal-Individualisten, man stellte die Tische nach Belieben auf, was dann gleichwohl ein schönes Bild ergab. "Das Zusammensein mit netten Leuten, die Idee, das ganz in Weiß zu machen, diese nette Runde hier und die tollen Speisen: Deshalb bin ich hier. Und weil die Blieskasteler Altstadt einfach einen unvergleichlichen Charme hat", nannte Peter Limbach aus Bexbach seine Gründe für die Teilnahme.

Tolle Atmosphäre

"Eine nette Umgebung, die tolle Atmosphäre unter lieben Leuten und das gute Essen", hatten Katja Fries aus Blieskastel angelockt. Was Rainer Schetting noch ganz besonders wichtig war: "Es handelt sich hier um eine absolute Non-profit-Veranstaltung. Hier ist nichts kommerziell", bekräftigte der Marketing-Chef. Und der benachbarte Gastronom Francesco Papa sah in der Party nach Angaben von Schetting auch keine Geschäftsschädigung, sondern er bot im Regenfalle sogar Unterschlupf an.