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Funkelnde Steine für wissbegierige Besucher

Funkelnde Steine für wissbegierige Besucher

Edelsteine-Sammler zieht es am kommenden Wochenende wieder nach St. Ingbert. In der Stadthalle und im Rathaus zeigen 75 Aussteller Mineralien, Fossilien und Schmucksteine. Für die Besucher gibt unter anderem auch die Möglichkeit, eigene Stücke fachkundig begutachten zu lassen.

Aus ganz Deutschland kommen die Aussteller , Händler und Hobby-Sammler, die ihre Fundstücke bei der St. Ingberter Börse "Edle Steine " zeigen. "Die meisten Exponate sind Mineralien und Schmucksteine, aber es gibt auch Fossilien und Heilsteine ", erklärt Karsten Braun vom städtischen Kulturamt, der die Börse betreut. Viele Aussteller haben außerdem Überraschungen im Gepäck. "Kurz vor unserem Termin findet in München eine große Edelsteinmesse statt", sagt Braun. "Vielleicht hat der eine oder andere Aussteller dort etwas ganz Besonderes gekauft, das er dann am Wochenende nach St. Ingbert bringt." Also bleibt die Auswahl bis zur letzten Minute spannend. Unter den 75 Ausstellern kommen viele aus Idar-Oberstein, aber auch aus weiteren Gegenden wie zum Beispiel Peter Jeckel aus Worms, der dieses Jahr die Sonderausstellung stellen wird. Er zeigt unter anderem versteinertes Holz. 18 Aussteller kommen aus dem Saarpfalz-Kreis, darunter Asli Goldschmidt, die ihr Geschäft in St. Ingbert hat. "Ich freue mich richtig auf die Börse", sagt die ausgebildete Gemmologin. Die Messe sei eine gute Gelegenheit auch alte Bekannte wieder zu treffen, sowohl unter den Ausstellern als auch unter den Besuchern. Zum ersten Mal nahm Goldschmidt vor 22 Jahren an der Börse teil. "Damals war das alles ganz anders. Wir waren ausschließlich lokale Aussteller . Mittlerweile ist die Messe so bekannt, dass auch der Großhandel Verkäufer schickt", beschreibt sie die Entwicklung der vergangenen Jahre.

Fachkundiges Publikum

Dass sich die Messe als fester Termin etabliert hat, liegt für sie daran, dass die präsentierten Waren hochqualitativ sind. Und genau das würden die Besucher suchen. "Sie sind sehr qualitätsbewusst. Mineraliensammler haben eine sehr präzise Vorstellung davon, was sie für ihre Sammlung noch brauchen. Sie suchen nach ganz bestimmten Stücken", sagt Goldschmidt. Außerdem seien die meisten Gäste fachkundig. "Sie interessieren sich wirklich für die Materie. Sie stellen tiefgründige Fragen. Wer da kein Experte ist, hat als Aussteller keine Chance. Aber genau das macht wirklich Spaß", beschreibt sie die Gespräche auf der Börse. An Goldschmidts Stand können die Besucher unter anderem Lapislazuli und Aqua Marine kaufen. "Für Schmucksteine interessieren sich überwiegend Frauen", hat Armin Goldschmidt festgestellt, der seine Frau während der Börse unterstützt. Mineralien dagegen würden eher männliche Käufer interessieren. Und auch Kinder begleiten ihre Eltern gern zur Edelsteinbörse. "Sie lieben Trommelsteine, funkelnde Steine und Tiergravuren in Miniaturen", erzählt Goldschmidt weiter. Katzen und Elefanten würden hoch im Kurs stehen.

Wer ein Erbstück auf seine Echtheit vom Profi überprüfen lassen möchte, hat auf der Messe gleich bei mehreren Ausstellern die Möglichkeit dazu.

Rund 4000 Besucher kommen jährlich zur Börse. Auch dieses Jahr rechnet Karsten Braun mit ungefähr so vielen Gästen. Am Sonntag, 8. November, ist in der Innenstadt auch verkaufsoffen. Für die Edelsteinmesse sei das positiv, so Braun. "Dann können auch Gäste von außerhalb der Besuch der Messe mit einem Einkaufsbummel verbinden."

Die Edelsteinbörse findet in der Stadthalle und im Kuppelsaal des Rathauses am kommenden Wochenende, Samstag, 7., und Sonntag, 8. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt kostet zwei Euro für Erwachsene. Jugendliche ab 14 Jahren bezahlen 1,50 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.