Für ein ökologisches Handeln

Die Ausstellung „Konzept über Lebenskunst“ wird an diesem Mittwoch, 8. Mai, im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses eröffnet. Der gebürtige St. Ingberter und in Blieskastel lebende Kunstschäfer Rudolf Schwarz spielt mit seinem Bliesgauhocker eine tragende Rolle.

Sie wollen Menschen für ein neues ökologisches Denken und Handeln gewinnen - das ist Ziel ihrer Ausstellung. Sie laden die Besucher der Ausstellung ein, Impulse aus der Ausstellung in die eigene Lebenswelt zu übertragen: Peter Michael Lupp vom Regionalverband Saarbrücken, Professor Stefan Ochs von der Schule für Architektur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und Kunstschäfer Rudolf Schwarz aus Blieskastel haben diese Ausstellung konzeptioniert. "Konzept über Lebenskunst" heißt sie, an diesem Mittwoch, 8. Mai, wird sie um 18 Uhr im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses eröffnet.

"Am Beispiel des Projektes ,Bliesgauhocker - Botschafter einer Region' des Kunstschäfers Rudolf Schwarz lässt sich die Verantwortung zur nachhaltigen Bewahrung unseres Lebensraumes nach außen tragen", sagt Peter Michael Lupp am Rande der Aufbauarbeiten im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Ausstellungsparcour versteht sich laut Lupp mit seinen 28 Exponaten als offenes "Labor", in dem Menschen einen Einblick in einen Bewusstseinsbildungsprozess für die elementaren Themen zur Bewahrung unseres Lebensraumes, der Biosphäre Bliesgau, erhalten können. Der gebürtige St. Ingberter Rudolf Schwarz, der seinen Bliesgauhocker als ein Objekt der Konzeptkunst und als Botschafter einer Region begreift, wirkt dabei im Mittelpunkt dieses Labors.

Lupp erklärt: "Hintergründe zum Auftrag der Biosphärenreservate und der Leader-Regionen werden Zutaten des Experiments." Torsten Czech vom Umweltzentrum Saarbrücken hat dabei im Sinne als Regionalentwickler dieses Projekt so weit entwickelt, dass es gefördert werden kann. Denn Leader ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es Menschen vor Ort ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. So kann das Potenzial einer Region besser für deren Entwicklung genutzt werden.

Objekt und Botschaft

Rudolf Schwarz hat sein Werk, seinen Botschafter, für diese Ausstellung mit den zehn Handlungsfeldern der Leader-Region Biosphärenreservat Bliesgau verwebt. Lupp erklärt: "Rudolf Schwarz begegnet dem ,Mobile Biosphärenreservat Bliesgau' - dem poetischen Leitsymbol der zugehörigen Leader-Region - an dem die zehn zentralen Handlungsfelder nach einem überlebensfähigen Gleichgewicht suchen." Das sind Klimaschutz und Energie, Bildung für nachhaltige Entwicklung, demografischer Wandel, nachhaltiges Wirtschaften, Stadt-Land-Beziehung, Kulturlandschaft, biologische Vielfalt, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Kultur und Ethik.

Wichtig ist den Machern bei dieser Ausstellung vor allem eines: "Wir erhoffen uns, dass die Verantwortung, die hinter dem Ganzen steht, von den Besuchern erkannt wird", sagt Lupp.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung angelegt, die nach St. Ingbert noch in Homburg, Blieskastel, Saarbrücken und im Kulturpark Reinheim zu sehen sein wird. Träger ist der Saarpfalz-Kreis, die Schirmherrschaft für die Ausstellung in St. Ingbert hat Oberbürgermeister Hans Wagner übernommen.

Torsten Czech, Rudolf Schwarz und Peter Lupp (von links).
Der Bliesgauhocker als Botschafter einer Region.

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Auf einen Blick Die Wanderausstellung "Konzept über Lebenskunst" wird am Mittwoch, 8. Mai, um 18 Uhr im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses eröffnet. Sie ist bis Freitag, 31. Mai, zu den Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr, zu besichtigen. Zur Ausstellung werden jeweils mittwochs am 15. und 22. Mai um 18 Uhr und am 29. Mai um 11 Uhr Rundgänge angeboten. ywi

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