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Führung über den Alten Friedhof in St. Ingbert

Alter Friedhof : Ein Friedhof mit Geschichte und Geschichten

Am Samstag, 25. Mai, bietet die VHS St. Ingbert einen kostenlosen Rundgang über den Alten Friedhof St. Ingbert. Im nächsten Jahr wird der Alte Friedhof St. Ingbert 200 Jahre alt. Die Friedhofskapelle ist sogar noch älter.

Das im barocken Stil errichtete Gotteshaus wurde 1720 erbaut und 1856 erweitert. Der Rundgang der VHS St. Ingbert unter Leitung von Susanne Nimmesgern führt zu bemerkenswerten Grabdenkmälern berühmter und bekannter Persönlichkeiten der Ingobertusstadt. So findet man die Gründer der Brauerei Becker nebst Familien dort ebenso wie das Grab von Fußballtrainer Jupp Derwall. Ist die Größe von Grabsteinen heute meist behördlich geregelt, so durfte man in der Vergangenheit der Fantasie freien Lauf lassen, sofern es der Geldbeutel zuließ. Beispiele für große Monumente mit Säulen und fein gearbeiteten Skulpturen findet man in St. Ingbert an zahlreichen Stellen des Alten Friedhofs.

Ebenso geht es zum angeschlossenen jüdischen Friedhof, der seit seiner Gründung 1888 auch dunkle Zeiten erlebte. In der Zeit der Nationalsozialisten wurde er geschändet und die Grabsteine umgeworfen. Doch die St. Ingberter bewahrten nach Möglichkeit die Würde des Friedhofs und lagerten die Grabsteine in einem Steinbruch ein. Nach dem Krieg, während dem die Fläche der Grabesstätte als Ackerfläche diente, beschloss man, den jüdischen Friedhof wiederherzustellen. 1951 war das Vorhaben vollendet und die eingelagerten Grabsteine wieder aufgestellt.

Bei dem geführten Rundgang werden durch Anekdoten und Geschichten über bekannte St. Ingberter Bürger und ihr Leben die letzten 200 Jahre wieder in die Gegenwart geholt. Der Rundgang dauert rund zwei Stunden. Los geht es um 15 Uhr an der Friedhofskapelle. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung bei VHS St. Ingbert, Tel. (06894) 13-726, vhs@st-ingbert.de.