Zurück in die 60er Jahre Zurück zum Look der 60er Jahre

St Ingbert · Wie SZ-Redakteurin Michèle Hartmann mit Uschi Jungs Hilfe zur Hochsteckfrisur kam.

 SZ-Redakteurin Michèle Hartmann mit Hochsteckfrisur.

SZ-Redakteurin Michèle Hartmann mit Hochsteckfrisur.

Foto: BeckerBredel

In Erinnerung an die eigene Mutter, die in den 60er Jahren zu ganz besonderen gesellschaftlichen Anlässen in ihren Friseursalon eilte und sich nach allen Regeln der Kunst aufbrezeln ließ, reifte diese Bitte: „Uschi Jung, bitte machen Sie mir eine Hochsteckfrisur.“ Ohne zu zögern, sagte sie: Ja.

Das ging frühmorgens mit dem Waschen los, es folgten die Lockenwickler auf dem Kopf. Nun eine Zeitlang unter die Trockenhaube. Rollen wieder raus, Haare ausbürsten. Und jetzt die filigrane Kunst: Toupieren,  wieder die Bürste, und dann folgen die Klämmerchen und Haarnadeln. Die Hände der Coiffeurin legen routiniert los, das Haar erwächst zu einem filigranen Gebilde und am Ende - da steht die Hochfrisur wie eine Eins. Keine Nadel schaut auch nur im Ansatz heraus. Haarspray hilft, das Kunstwerk zu fixieren.

Doch die kunstvolle Frisur ist  noch nicht alles. Es folgt am Ende das perfekte Schminken des Gesichts. Und dann der Blick in den Spiegel: Donnerwetter, so habe ich noch nie im Leben ausgeschaut. Gedankenlos blöd wie ich bin, ziehe ich nach Vollendung den Kapuzenpulli wieder an, stülpe ihn sehr ungeschickt über das Kunstwerk drüber. Uschi Jung ist wenig „amused“, springt dann aber zwecks Wiederherstellung der Frisur in ihrer ursprünglichen Form herbei. Über zwei Stunden hat die Friseurin gearbeitet. Das Ergebnis: fünf Sterne.

Mensch, heute müsste man eine Einladung zu einer Gala-Veranstaltung haben. Oder auf dem roten Teppich in dazu feierlicher Garderobe zur Oscar-Verleihung schreiten. Das wär’s jetzt. Doch statt Gala ist gerade mal das große Garnix angesagt. Schade drum!

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort