Freundschaft ohne Grenzen

Die partnerschaftlichen Beziehungen von Blieskastel mit der französischen Stadt Le Creusot in Burgund bestehen seit 1989. Nun gab es dafür von Stephan Toscani die Plakette „Freundschaft ohne Grenzen“.

Europaminister Stephan Toscani zeichnete am Mittwochabend im Rathaussaal die Stadt Blieskastel mit der Plakette "Freundschaft ohne Grenzen" aus. Auch die Blieskasteler Stadtteile Aßweiler und Wolfersheim, die Partnerschaften mit Gemeinden in Frankreich pflegen, wurden in Anwesenheit von Kommunalpolitikern und vielen Freunden der deutsch-französischen Freundschaften vom Minister ausgezeichnet. "Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für die gelebte deutsch-französische Freundschaft", sagte Toscani bei der Übergabe der Plakette "Freundschaft ohne Grenzen" an Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener. Aktueller könne der Tag der Verleihung nicht sein, so Toscani, denn die saarländische Landesregierung habe gerade am Tag zuvor die Frankreichstrategie verabschiedet, und der Minister warb in diesem Rahmen um breite Unterstützung dafür.

Vor der offiziellen Verleihung der Plaketten hatte die Bürgermeisterin nochmals Rückschau auf die Partnerschaft der Stadt Blieskastel mit der französischen Stadt Le Creusot in Burgund gehalten. Seit Beginn der Jumelage im Jahr 1989 habe es Austausche zwischen Vereinen, Schulen und weiteren Institutionen gegeben, regelmäßige Schüleraustausche zwischen den beiden Gymnasien würden stattfinden, und besonders hob sie die Freundschaft der Feuerwehr Blieskastel-Mitte mit den Pompiers aus Le Creusot hervor.

Jubiläum in diesem Jahr

Beide Wehren treffen sich regelmäßig mehrfach im Jahr zu gemeinsamen Veranstaltungen, viele Jahre hätten die Creusotiner Pompiers am Blieskasteler Altstadtfest mit ihrem besonderen Angebot an Burgunder Weinen mitgewirkt. Viele persönliche Kontakte und Freundschaften seien entstanden, und seit mehreren Jahren biete die Stadt Bürgerfahrten in die Partnerstadt an, bei der die Bürger Blieskastels die Möglichkeit hätten, Le Creusot und Umgebung näher kennen zu lernen. In diesem Jahr könne man das 25-jährige Jubiläum der Partnerstadt feiern. Faber-Wegener bedankte sich besonders bei ihrem Mitarbeiter Alfons Stumpf, der sich von Anbeginn der Partnerschaft intensiv um deren Pflege bemühe. Die Bürgermeisterin lobte auch die Partnerschaften zwischen den Stadtteilen Aßweiler und Assviller im Département Bas Rhin sowie Wolfersheim und Mirabel-aux-Baronnies, denn beide würden mit besonderem Engagement der Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile gepflegt. Und sie konnte auf eine weitere Besonderheit in Blieskastel hinweisen, denn in der Grenzregion im Südteil der Stadt um Altheim und Brenschelbach hätten die Kommunalpolitiker bereits vor langer Zeit begonnen, intensive Kontakte zu ihren Nachbarn auf französischer Seite zu pflegen und das "funktioniere" in besonderer Weise. Dies habe auch dazu geführt, dass es seit einigen Monaten die Zusammenarbeit der Stadtwerke Bliesgau mit ihren Partnern auf französischer Seite gebe, wo man die gegenseitige Trinkwasserbesicherung vereinbart habe.

Regelmäßige Besuche

"Im Saarland haben Städtepartnerschaften früh die Basis für die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg gelegt. Schon lange vor Abschluss des Élysée-Vertrages haben die Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern den Weg für die besonderen engen Beziehungen zwischen dem Saarland und Frankreich geebnet", erläuterte Minister Toscani. "Die regelmäßigen gegenseitigen Besuche von Verwaltungen und Vereinen festigen die Freundschaft und das Verständnis füreinander." Der Europaminister betonte weiterhin: "Ich freue mich, bei der Überreichung der Plakette die Menschen persönlich kennen zu lernen, die für die Intensität und Lebendigkeit der Beziehungen entscheidend sind. Ihr großes und überwiegend ehrenamtliches Engagement kann nicht genug gewürdigt werden."

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