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Freies WLan für die St. Ingberter Innenstadt

Freies WLan für die St. Ingberter Innenstadt

Die Stadt St. Ingbert, Handel & Gewerbe und die Stadtwerke haben das Projekt igb-Lan gestartet. Es ist vorgesehen, den Nutzern ein begrenztes Datenvolumen von 22 MB pro Kalendertag zur Verfügung zu stellen. Für den bisherigen Ausbau wurden zirka 10 000 Euro investiert.

Pünktlich zum Start der Ingobertusmesse am kommenden Freitag ist es soweit: Gemeinsam haben die Stadt St. Ingbert , Handel & Gewerbe und die Stadtwerke St. Ingbert das Projekt igb-Lan gestartet. Jetzt gibt es also das freie lokale Netzwerk (WLan) für das sich auch die Junge Union im vergangenen Jahr stark gemacht hatte. Sie wollten Public WLan in St. Ingbert installieren.

Jetzt wird es umgesetzt. Bei einem Pressetermin berichtete Oberbürgermeister Hans Wagner gestern: "Es war der Wunsch der Bürger, nun haben wir es zum Glück geschafft." Wagner sagte, dass am Wochenende im Messebereich in und um die Stadthalle und die Ingobertushalle sowie am Marktplatz ein freies WLan-Netz zur Verfügung stehen werde. Das soll, so betonte es der Geschäftsführer der Stadtwerke , Hubert Wagner, weiter ausgebaut werden und zwar über die Rickertstraße, die Kaiserstraße, die Fußgängerzone und die Ludwigstraße. Auch werde geprüft, inwieweit man mit diesem Angebot künftig in die Stadtteile gehen werde.

Interessant und somit einer der nächsten Schritte sei auch noch die Anbindung der Wasserwelt blau. Außerdem soll in naher Zukunft auch die Gustav-Clauss-Anlage mit WLan versorgt werden.

Es sei vorgesehen, den Nutzern ein begrenztes Datenvolumen von 200 Megabyte (MB) pro Kalendertag zur Verfügung zu stellen. An der Ingobertusmesse gebe es ein höheres Datenvolumen. Für den bisherigen Ausbau, so die die Projektpartner, habe man insgesamt bereits 10 000 Euro investiert.

Der Vorsitzende von Handel & Gewerbe, Nico Ganster, sagte: "Es war uns eine Herzensangelegenheit, in der Stadt kostenloses WLan zur Verfügung zu stellen." Auch für die Messe-Aussteller spiele solch eine Möglichkeit bei der Beratung eine immer größere Rolle. Vor allem zeigte sich Ganster erfreut, wie geräuschlos und unproblematisch diese Zusammenarbeit und die Umsetzung des Projekts, mit der vor einigen Monaten begonnen worden sei, gelaufen sei.

Für die, die das Projekt letztlich umsetzen, nämlich VSEnet, bedeutet das ganz praktisch, dass kleine Antennen mit einem Radius von etwa 150 Metern installiert wurden und werden.

Nico Ganster betonte noch: "Auch die Geschäftsleute können sich für kleines Geld mit WLan versorgen." OB Wagner erklärte gestern auch, warum es bisher in St. Ingbert kein kostenloses WLan gegeben habe. "Es wurde schon lange gefordert, doch es gab bis jetzt eine rechtliche Hürde. Wer den Eintritt ins Internet zur Verfügung gestellt hat, war der, der für die Inhalte gehaftet hat. Dabei handelt es sich um die so genannte Störerhaftung, die jetzt im Sommer novelliert wurde." Das bedeutet, dass es eine Änderung des Telemediengesetzes gegeben hat. Wagner weiter: "Das heißt, dass es jetzt keine Störerhaftung mehr bei öffentlichem WLan gibt."

Wichtig für die Mittelstadt ist dabei: Ab 1. Oktober wird man auch in der St. Ingbert Innenstadt kostenlos ins Netz gehen können. Ganz praktisch heißt das, dass alle Nutzer das WLan igb-Lan auf ihrem Smartphone oder Tablet suchen und sich damit verbinden müssen. Danach gelangt der Interessierte auf die Anmeldeseite.