Öffnungszeiten: Fortschritt beim Thema Öffnungszeiten

Öffnungszeiten : Fortschritt beim Thema Öffnungszeiten

Der Verein Handel und Gewerbe setzt sich für eine einheiltiche Regelung in der Fußgängerzone ein. 15 Geschäfte beteiligen sich bereits am Projekt.

„Das mit den Öffnungszeiten ist in St. Ingbert die vermeintliche Achillesferse“, meinte Nico Ganster am verkaufsoffenen Sonntagnachmittag. Der Verein Handel und Gewerbe St. Ingbert hatte die Presse in die Innenstadt geladen. Vorsitzender Gangster konnte einen Fortschritt in das Dauerthema einheitliche Geschäfts-Öffnungszeiten verkünden. 15 Geschäfte beteiligen sich am Projekt und werden montags bis freitags von 09.30 bis 19 Uhr, samstags bis 14 Uhr (erster Samstag im Monat bis 16 Uhr) und an den Adventssamstagen bis 18 Uhr öffnen. „Das ist ein erster Schritt. Das Ganze ist ein weitaus größeres Projekt“, betonte Ganster im SZ-Gespräch. Das Thema gehöre in das Projekt City-Comittment, welches die Kaufmannschaft seit Jahresbeginn gestartet habe. Die Gestaltung und Beleuchtung der City zähle da etwa auch dazu. „Wir wollten da nicht mehr bis zum St. Nimmerleins-Tag warten“, gibt sich der Inhaber eines Friseur-Salons kämpferisch. Die Öffnungszeiten sieht Handel und Gewerbe als Kernöffnungszeiten. „Wir wollen die Händler begeistern und es sollen mehr werden“, so Vize-Vorsitzender Johannes Huber. Die Zahl 50 steht im Raum. Man hoffe auf Nachahmer, meint auch sein Kollege Alexander Eich, der gar von einer Schrittfolge wie beim Tanzen spricht. „Das ist ein Zeichen an die Politik, die Probleme mit Unterstützung der Verwaltung gemeinsam zu lösen“, betont Eich. Auch mit den größeren Ketten, wie KiK und H & M, werde man noch sprechen. Das Ganze wurde sozusagen mit heißer Nadel schnell gestrickt. „Die Idee kam erst gut eine Woche vor Beginn der Ingobertusmesse“, blickt Alexander Eich zurück. Als nächstes müsste man ein Budget hinbekommen. Da signalisierte Pascal Rambaud (CDU) bereits eine Anschubfinanzierung der Stadt von 5000 Euro für das laufende Haushaltsjahr. Das habe er bereits mit den Koalitionären Familienpartei und Grünen kurzfristig abgesprochen. „Wir hatten den Eindruck, da geht ein Aufbruch durch St. Ingbert. Ich finde es eine tolle Sache“, sagte der Bürgermeister. Er hofft auf mindestens 20 Mitwirkende bis zum Jahresende. Das Ganze sei ein Wunsch des Stadtrates, erklärte auch Jürgen Berthold (Grüne). Auch das Stadtmarketing soll mehr Geld bekommen und man hofft auf einen hauptamtlichen Citymanager. Die Wirtschaftsförderung habe nicht die erforderlichen Freiräume, so Berthold. Zusammen mit der Politik will der Gewerbeverein Anfang 2018 ein Resümee ziehen. Doch zunächst hat man den Fokus auf die Adventszeit gerichtet. Da hofft man, dass eine Sogwirkung entsteht und weitere Ladenbetreiber mitziehen werden. „Es wäre schön, wenn ein Gemeinschaftsgefühl bei den Händlern entstehen würde. Ich will, dass die Innenstadt nicht verödet“, hofft Werner Deuble. Der Hasseler hatte den Kontakt zu seiner Heimat Nagold hergestellt, anderen Citycomittment man sich orientiert.