Forscher fragen St. Ingberter: Welcher Sport hält sie in Zukunft fit?

Forscher fragen St. Ingberter: Welcher Sport hält sie in Zukunft fit?

Das Institut für sozioökomische Beratung und Forschung befragt zufällig ausgewählte St. Ingberterinnen und St. Ingberter nach ihrem Sportverhalten. Die anonymisierten Ergebnisse dienen laut Stadt einem Gutachten zur Zukunft der Sportstätten.

St. Ingbert. Stichprobenartig werden nach Angaben der Stadtverwaltung derzeit St. Ingberterinnen und St. Ingberter zu ihrem Sportverhalten befragt. Die Ergebnisse werden einfließen in ein Gutachten, das Daten zur zukünftigen Entwicklung von Sportanlagen liefern wird.Die demografische Entwicklung beeinflusst in vielen Bereichen das öffentliche Leben. Auch Sporttreibende entdecken neue Interessen, melden Bedarf nach geänderten Sportanlagen an und gehen Trendsportarten nach. Ein Umbruch, der oftmals traditionelle Sportarten an den Rand drängt.

Wer heute für die Zukunft plane, müsse diese Entwicklungen berücksichtigen. Dazu müsse man sie aber auch kennen. Die Stadt St. Ingbert brauche sichere Grundlagen, um Entscheidungen für die sportliche Zukunft der Stadt treffen zu können.

Aus diesem Grund wurde das Saarländische Institut für sozioökonomische Forschung und Beratung beauftragt, ein Sportstättenentwicklungskonzept zu erstellen. In mehreren Schritten sammelt das Institut die Daten, die es dazu benötigt. Grundlage bilden zunächst die Daten, die die Stadt aktuell vorhält. Aus ihnen lassen sich Rückschlüsse ziehen auf die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung und auf den Bedarf an Sportmöglichkeiten. Befragt werden weiterhin Vereine. Außerdem sichtet das Institut vorhandene Sportanlagen und testet ihr Potenzial. Schließlich werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger nach ihrem Sportverhalten befragt. Dieser Schritt wird momentan gemacht.

Die Befragung, die zurzeit stattfindet, erfolgt mit Fragebogen, die an zufällig ausgewählte Bürger versandt werden. Der Gesetzgeber hat an derartige Befragungen strenge Auflagen geknüpft. Die Stadt St. Ingbert und das Sportwissenschaftliche Institut nehmen im Übrigen diese Auflagen sehr ernst.

So wurde in enger Abstimmung mit dem unabhängigen Datenschutzzentrum des Saarlandes ein Verfahren entwickelt, das dafür sorgt, dass Fragebögen, die ausgefüllt zurückgesandt werden, dem Absender nicht mehr zugeordnet werden können - die Befragung läuft anonym. Die Adressdaten, die dem sportwissenschaftlichen Institut zur Versendung der Fragebögen zur Verfügung gestellt wurden, werden unmittelbar nach dem Versand vernichtet. Die Bestimmungen der Datenschutzgesetze würden in allen Punkten eingehalten. red

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