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Firma Pirrung fühlt sich in St. Ingbert wohl

Firma Pirrung fühlt sich in St. Ingbert wohl

Die alten Räume der Verwaltung der Pirrung-Gruppe in Ormesheim waren nicht gut für das Arbeitsklima. Das scheint jetzt geregelt: Mit entspannten Gesichtern haben Hubert Pirrung und Holger Bornkessel ihren neuen Firmensitz eröffnet.

. Seit Juni dieses Jahres weist ein kleines Schild an der Einfahrt zur Elversberger Straße 40a auf einen neuen "Bewohner" hin. Die Verwaltung der Pirrung-Gruppe, die unter den Namen "mensa vitae" oder "monsterlecker" Mahlzeiten für Schulen, Kindergärten und Kliniken zubereitet, ist von Ormesheim nach St. Ingbert gezogen. Am vergangenen Freitag wurden die neuen Räumlichkeiten vorgestellt. Für die Mitarbeiter um die beiden Geschäftsführer Hubert Pirrung und Holger Bornkessel war dies ein großer Schritt.

Vor allem aber ein notwendiger, wie Pirrung sagt. Man sei sich wegen der Enge schon mal auf die Nerven gegangen, was man angesichts der vielen entspannten Gesichter kaum glauben mag. Aber nun hat man ja auch lichte Räume, fast das Doppelte an Fläche, so dass nicht nur Platz für einen neuen Mitarbeiter sowie Auszubildenden ist, sondern auch für ein eigenes Büro für Bornkessel.

Außerdem bieten die Gänge und der großzügige Eingangsbereich mit Rezeption Platz für Kunst. Zwei Mal jährlich hängt die Homburger Galerie Beck nun neue, farbenfrohe Bilder in der Firma auf. Kerstin Leicher aus Hachenburg machte zur Einweihung mit einer Vernissage den Anfang. Dies ist auch der Beginn des neuen Projekts "pirrung Art de Cuisine" für die Firmengruppe, denn "Essen und Kunst passen wunderbar zusammen", wie Hubert Pirrung weiß. Nicht nur die Kunst trägt dazu bei, dass er sich in den neuen Räumen "sauwohl" fühlt, wie er zufrieden sagt.

Auch wenn es bei der Erneuerung und Sanierung der "midi"-Küche in der Ernst-Heckel-Straße in Rohrbach Verzögerungen gab, so dass die dort angesetzte Küchenparty "nun eben als Richtfest gefeiert wird", ließen sich die Chefs und Mitarbeiter die Freude nicht nehmen. Denn gerade die Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen improvisieren müssen. Da die neue Küche wegen einer fehlenden Rinne auf dem Boden nicht rechtzeitig fertig wurde, musste die bisherige zweite Küche in Zweibrücken nicht nur 500 Essen kochen, sondern die "Rohrbacher Ausfälle" kompensieren. 3000 Essen verließen so die Pfalz in Richtung Saarland.

Fragt man Holger Bornkessel, der für die Küchen zuständig ist, wie das funktioniert hat, schüttelte er nur den Kopf und sagte: "Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht." Gerade für die Mitarbeiter ist die Erneuerung von Verwaltung und Küche eine große Erleichterung. "Diese Küche wird bei Fertigstellung eine der modernsten in ganz Südwest-Deutschland sein", ist Pirrung überzeugt, "wir haben dort eine Infrastruktur, die selten anzutreffen ist."

Bis es soweit war, sei es aber auch ein "zäher Kampf" gewesen, denn beim Küchenumbau galt es Immobiliengesellschaft, Betreibergesellschaft und Pächter unter einen Hut zu bekommen. Ab jetzt werden alle Essen zentral in Rohrbach gekocht und dank des verlegten Firmensitzes hat auch Bornkessel kurze Wege.

Von Beginn an habe man sich auf dem Gelände in der Elversberger Straße wohl gefühlt und gut eingelebt. Es sei "traumhaft" geworden, die vorherigen, beengten Räume hätten nicht mehr zur Pirrung-Gruppe gepasst, die Atmosphäre gelitten. Die Mitarbeiter selbst haben den Umzug gestemmt. Deshalb galt die Party, bei der gleichzeitig 15 Jahre "pirrung" und fünf Jahre "monsterlecker" gefeiert wurde, vor allem ihnen.