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Firma Herges bald mit neuem Firmensitz

Firma Herges bald mit neuem Firmensitz

Mit Freude luden Manfred und Wolfgang Herges am Mittwoch zum Richtfest für ihren neuen Firmensitz ein. Nach fast 35-jähriger Suche nach einem Gelände wurden sie in der Otto-Kaiser-Straße fündig. Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Firma, die nächstes Jahr 75 wird.

. Am Mittwoch lud die St. Ingberter Firma Herges Stahl- und Blechbau zum Richtfest auf das ehemalige Klebergelände ein. Bereits in vier bis fünf Monaten soll die schlüsselfertige Übergabe des neuen Firmensitzes in der Otto-Kaiser-Straße 6 erfolgen. Eine vergleichsweise kurze Zeit im Gegensatz zu den 34 Jahren, die es brauchte, ein geeignetes Gelände für eine geplante Firmenerweiterung in der Mittelstadt zu finden. Auch deshalb war die Stimmung bei den geschäftsführenden Brüdern Wolfgang und Manfred Herges sehr gut, das Wetter tat sein übriges dazu. Wolfgang Herges bedankte sich bei der Feier bei allen ausführenden Firmen und natürlich bei seinen Mitarbeitern, die gekommen waren, um ihren künftigen Arbeitsplatz zu feiern. "Nur was gut durchdacht und geplant ist, kann auch gut gebaut werden", so Wolfgang Herges.

Er erinnerte an die Anfänge der Firma, die im August 1940 liegen, als sein Großvater Albert sich als Hufschmied in der Poststraße niederließ. Die Kneipe "Alt Schmidd" erinnert an die Ursprünge als Gewerbebetrieb für "Hufbeschlag und Wagenbau". Ein paar Jahre später wurde der Firmensitz in die Kohlenstraße verlagert, dorthin, wo sich heute die Stadthalle befindet. 1963 übernahmen die Eltern von Manfred und Wolfgang Herges den Familienbetrieb und bauten vier Jahre später eine Fertigungshalle in der Südstraße, da wo sich derzeit noch die Firma Herges befindet. Nach einem dritten, aufwendigen Bauabschnitt 1972, als Büro- und Sozialtrakt zweistöckig ausgeführt, wurde 1980 in einem vierten Schritt die vorläufig letzte An- und Ausbauphase eingeläutet. Mit dieser Maßnahme stieß man an seine baulichen Grenzen und war seitdem immer wieder auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten, an die allerdings die Bedingung geknüpft war, dass sich diese in St. Ingbert befinden mussten. Da die Suche vergeblich war, waren die Brüder Herges gezwungen, zuerst eine Halle in Ensheim, später eine im Pottaschwald anzumieten. Über die Jahre der fast schon verzweifelten Suche habe man drei Oberbürgermeister und fünf Wirtschaftsförderer erlebt. Wolfgang Herges bezeichnet es als großes Glück, dass die Stadt das ehemalige Klebergelände erworben und vermarktet hat. Er wünscht sich von der Politik mehr langfristiges, generationenübergreifendes Denken, das nicht an Wahlzyklen gebunden ist. Damit die Wirtschaft vor Ort eine Chance und eine gute Zukunft hat. Mit dem neuen Sitz ist man bei Herges zuversichtlich, wettbewerbsfähig zu bleiben und den Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten. "Ich würde mich freuen, wenn Sie als Unternehmen weiterhin Arbeits- und Ausbildungsplätze anbieten", so Rainer Hoffmann, ehrenamtlicher Bürgermeister. Vor allem dankte er dem Unternehmen, dass es mit seiner Suche solch einen langen Atem bewiesen hat.