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Film von Sergio Leone in der Kinowerkstatt St. Ingbert

Programm der Kinowerkstatt : Eine Verneigung vor Ennio Morricone

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt in Erinnerung an den verstorbenen Film-Komponisten „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt auch in dieser Woche nochmals den britischen Dokumentarfilm „Ronnie Wood – Somebody Up There Likes Me“ („Irgendjemand da oben mag mich“) von Mike Figgis über den Gitarristen der Rolling Stones. Der Film ist am Donnerstag, 16. Juli, und am Samstag, 18. Juli, jeweils um 20 Uhr zu sehen.

Im intimen Gespräch mit Regisseur Figgis wirft Ron Wood einen Blick zurück auf sein Leben. Dass die Zeit zu schnell verging, ist alles, was er bereut. Er scheint ein Mensch zu sein, der mit sich und seinem Leben glücklich ist. Immer war er impulsiv, immer ließ er sich ganz und gar auf das ein, was er liebte – auch und gerade die Frauen.

„In meinem Kopf bin ich niemals älter als 29 Jahre geworden. Die Zeit verging so schnell. 70 zu sein, ist ein merkwürdiges Gefühl“, erzählt Ronnie Wood, der seit 1974 bei den Rolling Stones spielt. Der Film ist die Geschichte eines Mannes, der in der Rock-Historie nicht mehr wegzudenken ist, der aber auch vom Überwinden seiner Sucht erzählt und von seiner neuen Leidenschaft – der Malerei.

In der Nach Corona-Kinozeit sind die Klassiker der Filmgeschichte wieder in – und wenn es dann einen, zwar traurigen Anlass gibt, wie in diesem Fall den Tod des Komponisten Ennio Morricone - setzt die Kinowerkstatt St. Ingbert diesem großen Film-Komponisten ein Denkmal mit dem Western-Epos „Spiel mir das Lied vom Tod“ (Italien, USA 1968, Originaltitel: Once Upon a Time in the West). Der Film von Sergio Leone mit der Musik von Ennio Morricone hat auch eine Starbesetzung unter anderem mit Henry Fonda, Claudia Cardinale und Charles Bronson („Mundharmonika“). Er ist zu sehen am Freitag, 17. Juli, nur um 20 Uhr.

Morricone erhielt 2007 den Oscar für sein Lebenswerk sowie 2016 einen weiteren für die Musik zum Film „The Hateful Eight“, der leider im Moment nicht aufgeführt werden darf. Morricone arbeitete auch unter den Pseudonymen Dan Savio und Leo Nichols und komponierte die Musik für weit mehr als 500 Filme. Sein Name wird vornehmlich mit dem Filmgenre des Italowesterns in Verbindung gebracht, weil er für dieses Genre zahlreich komponierte. Er komponierte jedoch auch Musik für andere Genres.

Zum Inhalt: Der Farmer McBain hat eine riskante und lukrative Abmachung mit dem Eisenbahnunternehmer Morton über die Fertigstellung eines Bahnhofes. Morton kennt jedoch keine Skrupel und beauftragt den Gangster Frank, McBain und seine Kinder umzubringen. Kurz darauf taucht McBains neue Ehefrau Jill an der Station auf. Sie versucht, die Arbeit fortzusetzen. Hilfe erhält sie dabei von einem mysteriösen, namenlosen Mundharmonikaspieler, der seine eigenen Pläne hat.

Weiter läuft am Sonntag, 19. Juli, und am Montag, 20 Juli, jeweils um 20 Uhr, auch der Oscar- prämierte Spielfilm „Jojo Rabbit - Jojo Hasenfuß“ (USA/D/Tschechien 2019) von Regisseur Taika Waititi. mit Roman Griffin Davis, Waititi, Sam Rockwell und Scarlett Johansson. Der zehnjährige Jojo Betzler, dem man beigebracht hat, dass Juden Hörner auf dem Kopf haben, träumt davon, der beste Freund von Adolf Hitler zu werden, der ihn aufmuntert ein richtiger Nazi zu werden.

Ronnie Wood in einer Szene des Films „Ronnie Wood: Somebody Up There Likes Me“, der weiter in der Kinowerkstatt läuft. Foto: dpa/Andy Muggleton

„Es wird offensichtlich, dass es sich bei ,Jojo Rabbit“ um große Kinokunst handelt“, schrieb Hannes Stein in der „Welt“: „Die Farben sind kreischbunt, die Nazis laufen als Karikaturen in kackbraunen Uniformen herum. Und der von Regisseur Waititi gespielte hüpfende - im Übrigen natürlich vollkommen blödsinnige – Über-Hitler ist mindestens so lustig wie der keifende, hustende Diktator, den einst Charlie Chaplin mit dem großen Diktator der Welt vermacht hat.“