Feuerwehrübung im Altenzentrum

Der Löschbezirk St. Ingbert Mitte simulierte am Montag einen Brand mit Personenrettung im Altenheim

Regelmäßig führt der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte der Feuerwehr eine Übung durch. Am vergangenen Montag fand sie im Caritas-Altenzentrum St. Barbara statt. In einem leer stehenden Zimmer der Kurzzeitpflege wurde per Nebelmaschine ein Zimmerbrand simuliert, deren Rauch aus dem Fenster quoll, und zwei Dummies, die einen Bewohner im Bett und dessen Besucher darstellten, als "Opfer" platziert. Eine Bewohnerin stellte sich zur Verfügung, um von einigen der 35 mit fünf Fahrzeugen anrückenden Feuerwehrleuten "gerettet" zu werden. Einrichtungsleiter Paul Lösch und Haustechniker Gerhard Noll schauten interessiert zu.

Bisher habe es in diesem Heim, bis auf den Brand eines Adventskranzes vor zirka 20 Jahren, keine schwerwiegenden Vorfälle gegeben. Doch Lösch wisse aus anderen Häusern, dass es vor allem in der Zeit zwischen 19 Uhr und dem Morgen zu Zimmerbränden komme, dann, wenn sowieso schon wenig Personal im Haus sei. Löschbezirksführer Wolfram Zintel sagte, es sei ein Zimmerbrand angenommen worden, wie er täglich durch Raucher oder Elektrogeräte ausgelöst werde. Die Heim-Mitarbeiter würden jährlich in einer Brandschutzunterweisung für derartige Szenarien geschult, doch Lösch war froh, dass die Feuerwehr im Barbara-Heim übe, weil sich dadurch Betreuer und die Senioren sicherer fühlten. Mit Wasser, Rauchvorhang und Drehleiter wurde dem simulierten Brand unter Atemschutz zu Leibe gerückt, die eingeschlossenen Personen geborgen und gerettet.

Auch für die Feuerwehrleute war die Übung sinnvoll, denn nun kennen sie die Löschwassereinspeisung neben dem Gebäude, alle Seiteneingänge, wissen, wo die Brandmeldezentrale des Altenheims ist, dass die Zwischentüren in den Geschossen als Brandriegel fungieren und jede Etage einen Hydranten hat. Der "normale klassische Angriff", wie Zintel den Inhalt der Übung nannte, wurde gleich zweimal durchgeführt, auch um das Handling mit den Wasserschläuche zu optimieren. Eine Wiederholung, die unter Beachtung der nun bekannten Situation nur die Hälfte der Zeit kostete und im Ernstfall Leben retten kann. "Das ist der Hammer und war schwer beeindruckend. Ich bin begeistert von der Technik und wie viele Leute hier im Einsatz sind", so Lösch, "ich bin dankbar, dass ihr hier wart und bitte darum, die Übung in angemessener Zeit zu wiederholen." Zintel lud am Ende der Übung zur Besprechung, bei der er lobte, aber auch Tipps für einen reibungsloseren Ablauf gab. "Wichtig sind aber klare Befehle, und es muss gemacht werden, was der Einsatzleiter sagt", stellte er noch einmal heraus.