Feuerwehr übt den Einsatz schwerer Technik in St. Ingbert bei der Firma Peter Gross

Feuerwehr St. Ingbert : Außergewöhnliche Übungen bei Peter Gross

Schwere technische Hilfeleistung – dieses Einsatzstichwort hören die Einsatzkräfte der Feuerwehr St. Ingbert nicht allzu oft im Ernstfall. Trotzdem muss der Umgang mit den entsprechenden Geräten immer funktionieren.

Deswegen übte der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte vor kurzem mit rund 40 Personen und sieben Einsatzfahrzeugen solche Lagen auf dem Firmengelände von Peter Gross.

Auf dem weitläufigen Gelände mussten die Retter sich gleich in drei verschiedenen Einsatz-Szenarien beweisen: Eine Person war in ein Schüttgutsilo gestürzt und durch Erdmassen verschüttet, eine andere von drei schweren Betonklötzen eingeklemmt, und eine dritte Person war durch verschiedenste Hindernisse eingeschlossen. Da die Materialien zur technischen Hilfeleistung in größerem Umfang auf einem Fahrzeug mitgeführt werden, wurde dieses zentral zwischen den Einsatzstellen positioniert.

Während ein Retter am Silo über eine Dreh- und Steckleiter zum Patienten ins Silo herabgelassen wurde, um diesen medizinisch zu betreuen, trieben die restlichen Kräfte Bohlen um den Trichter aus Schüttgut ein, um ein weiteres Nachrutschen von Material zu verhindern. Im Anschluss wurde der Patient über ein seilbasiertes Rettungsgerät aus dem Silo gerettet.

Auch das zweite Szenario, mit einer unter Betonklötzen eingeklemmten Person, konnten die Feuerwehrleute erfolgreich abschließen. Nachdem die tonnenschweren Fragmente durch Rüstholz in ihrer aktuellen Lage fixiert waren, konnten Hebekissen und Hebewinden zum schrittweisen Anheben der Last installiert werden. Dabei war es besonders wichtig die einzelnen Teile so zu sichern, dass ein Anheben zu keiner ungewollten Bewegung an einer anderen Stelle führte. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze konnte die Person schonend unter den Klötzen heraus gerettet werden.

An der dritten Station musste ein Zugang zu einem von Hindernissen eingeschlossenen Patienten geschaffen werden. Zum Beseitigen setzten die Einsatzkräfte eine Vielzahl von Geräten ein, angefangen beim handbetriebenen Bolzenschneider über eine hydraulisch angetriebene Rettungsschere bis hin zu Trennschleifern und Sägen in verschiedenen Größen. Nachdem der Weg zum Patienten frei war, wurde dieser mittels einer Schleifkorbtrage gerettet.

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