Feueralarm am Schützenhaus

Am Montag gegen 19.20 Uhr rückten die St. Ingberter Wehren zu einem Übungsalarm am Schützenhaus in der Weststraße aus. Mit 60 Mann wurde gesichert, Brände bekämpft und Personen gerettet.

. Am Montagabend war es ruhig im Haus des Schützenvereins St. Ingbert in der Weststraße. Ein paar Gäste genießen ihren Feierabend. Bis die Wirtin um 19.15 Uhr ein Feuer im Küchenbereich bemerkt. Erste eigene Löschversuche schlagen fehl. Die Feuerwehr wird alarmiert. Dann geht alles sehr schnell….Zum Glück war es nur eine von vielen Montagsübungen der Feuerwehr St. Ingbert mit ihren Löschbezirken Mitte, Oberwürzbach und Rentrisch. Doch schnell könnte daraus Ernst werden. Und so gab es eine "kompakte" Übung mit vielen Raffinessen. Ein fiktiver Küchenbrand musste in Schach gehalten werden, drei vermisste Personen galt es im Dunkel des Schützenhauses unter Vollschutz zu finden und zu bergen, Schlösser mussten aufgebrochen und Äste abgesägt werden. Dabei mussten besondere Gefahren wie ein Heizöllager mit 5 000 Litern Fassungsvermögen im Auge behalten und das Übergreifen des Feuers verhindert werden.

Laut "Lagebericht" gelingt dies nicht und es kam zu einem Flächenbrand im angrenzenden Waldstück. Fast 50 Schläuche mit je 20 Metern Länge wurden kreuz und quer durch das Gelände verlegt. Wer, wofür mit welchem Fahrzeug und für was zuständig ist, klärte der Einsatzleiter direkt nach der Alarmierung und noch vor dem Eintreffen der Wehren. So sah man die wenigsten Feuerwehrleute auf dem Gelände des Schützenhauses, sondern traf sie bei der Verkehrssicherung, der Bekämpfung des Waldbrandes und vor allem der Verlegung der Schläuche zur Saarbrücker Straße oder der Schnapphahner Dell.

Und als wäre das für die 60 Feuerwehrleute nicht schon genug, hatte sich ein Schaulustiger, gemimt von einem rund 70 Kilogramm schweren Dummy, über die Absperrung oberhalb des Steinbruchs "begeben" und war abgestürzt. Und da lag er zwischen Zaun und Abbruchkante, um sich vom Feuerwehrnachwuchs retten zu lassen. Dabei ging es um korrektes Arbeiten, weniger um Schnelligkeit. Es dauerte seine Zeit, bis das Bündel gesichert war. Vor allem die Eigensicherung der Feuerwehrleute stand hier am Abgrund an erster Stelle. Heil kam der Schleifkorb mit dem Verletzten unten an. "Niemals wird über die Arbeitsleine gesichert", so der Gruppenführer bei der Manöverkritik, die hier willkommen ist. Denn im Ernstfall soll alles klappen. Und über manches Feuer freuen sich die Männer auch, so wie nach ihrem Übungseinsatz, als die Flammen für warme Lyoner sorgten.