Festival mit großen Chabrol-Filmen

Homburg/St. Ingbert. Alle Freunde des französischen Films sind bis einschließlich kommenden Montag, 9. März, in die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu den 13. Französischen Filmtagen eingeladen

Homburg/St. Ingbert. Alle Freunde des französischen Films sind bis einschließlich kommenden Montag, 9. März, in die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu den 13. Französischen Filmtagen eingeladen. Unter der Schirmherrschaft des französischen Generalkonsuls im Saarland, Philippe Cerf, in Zusammenarbeit mit dem Institut D'Etudes Françaises und mit Unterstützung des Bureau du Cinema, Berlin, werden mehrere Filme gezeigt. Und diese sind einem der bedeutendsten französischen Filmemacher gewidmet: Claude Chabrol, der auf der diesjährigen Berlinale die Goldene Kamera für sein bisheriges Lebenswerk (über 50 Filme) erhielt. Der Meister des Geheimnisvollen wurde am 24. Juni 1930 in Paris geboren. Als Schöpfer scharfsinniger Studien von Mord, Besessenheit und Ehebruch hinter den Fassaden bürgerlicher Beziehungen ist er vor allem in seiner Heimat und im alten Europa berühmt als der "französische Hitchcock". Der Schrecken, der hinter den wohlgeordneten Bürger-Fassaden lauert, die verbotenen Gefühle, Macht und Abhängigkeit, Untreue - das sind Chabrols Themen, denen er seit über fünfzig Jahren nachspürt. "Nada" (Frankreich/Italien 1974) mit Fabio Testi, Mariangela Melato, Maurice Garel, der zweite Film der Filmtage, ist an diesem Samstag, 7. März, um 18.30 Uhr zu sehen. Dieser Film soll vor Augen führen, wie Polizisten zu Handlungen veranlasst werden, für die sie von den Auftraggebern mehr oder weniger zur Verantwortung gezogen werden. "Les Innocents aux mains sales/Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen" (Frankreich/Deutschland/Italien 1974) am Samstag, 7. März, um 21 Uhr, ist ein Film voller Überraschungen, der ein Wiedersehen mit Romy Schneider bietet. Er zeigt die Abgründe, die sich auftun, wenn ein ungleiches Paar aus dem scheinbaren Gleichgewicht gerät. Ein ähnliches Thema findet sich auch in "Les noces rouges/Blutige Hochzeit" (Frankreich 1973) mit Michel Piccoli, Stéphane Audran, Claude Piéplu,Clotilde Joano. Doch hier wird zugleich die Fassade der Bourgeoisie und ihre ganze Verlogenheit dargestellt. "Blutige Hochzeit" läuft als Matinee-Vorstellung am Sonntag, 8. März, um elf Uhr. Anschließend findet das traditionelle französische Filmfrühstück statt. "Madame Bovary" (Frankreich 1991) mit Isabelle Huppert (Emma Bovary), Jean-François Balmer (Charles Bovary), Christophe Malavoy (Rodolphe Boulanger).Als Abschluss der diesjährigen Französischen Filmtage am Sonntag, 8. März, um 20 Uhr zu sehen, ist die Verfilmung des berühmten Romans von Flaubert, der das Scheitern der Verwirklichung von erträumtem Glück erbarmungslos zeigt.. Am kommenden Montag, 9. März, um 20 Uhr wird der Film "Blutige Hochzeit" in der deutschen Fassung wiederholt. redEintritt: vier Euro Erwachsene, 2,50 Euro Schüler und Studenten, Frühstück: vier Euro.