FCH tanzt zum Sieg

Nach der Auftakt-Niederlage beim SC Pfullendorf hat der FC Homburg sein zweites Spiel der Regionalliga-Saison gewinnen können. Im heimischen Stadion bezwang der FCH den TuS aus Koblenz verdient mit 2:0.

1376 Fans waren in Feierstimmung. Wenige Minuten zuvor hatte der FC Homburg seine Heimpremiere gegen den TuS Koblenz mit 2:0 für sich entschieden. Als sich anschließend die Mannschaft vor dem grün-weißen Block auf der Gegengeraden des Waldstadions bedankte, wollten die Anhänger des Fußball-Regionalligisten, dass Dennis Gerlinger den Einpeitscher gibt. Dieser ließ sich auch nicht lange bitten, stieg auf den Zaun zu den Fans und brüllte "Heimsieg" und "FC Homburg", worauf Fans und Mannschaft jeweils gemeinsam das Echo übernahmen. Auch den kürzlich verstorbenen Helmut Breitner, jahrzehntelanger Zeugwart und gute Seele der Mannschaft, vergaß Gerlinger trotz aller Freude nicht.

Es war eine starke Mannschaftsleistung und ein souveräner Sieg zur rechten Zeit nach der unerwarteten 0:1-AuftaktNiederlage beim SC Pfullendorf. "Das war heute die richtige Reaktion nach dem Spiel vergangene Woche", freute sich Gerlinger, den an diesem Tag lediglich die nicht optimale Chancenverwertung von einer perfekten Leistung trennte.

In der fünften Minute setzte der Stürmer seinen Kapitän André Kilian mit einem Steilpass in Szene, den dieser zum 1:0 für die Hausherren verwertete. In der 22. Minute war es Gerlinger selbst, der nach einem schönen Solo mit links flach einschoss. Neben den Chancen von Carsten Lutz (27. und 56. Minute), Christian Beisel (29.), und Pascal Reinhardt (37.) hatte allein Gerlinger drei weitere Gelegenheiten (43., 65. und 80.), um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.

"Klar ärgere ich mich ein bisschen. Als Stürmer will man immer alle Chancen reinmachen", sagte der 23-Jährige, dem aber anzusehen war, dass sich der Ärger angesichts des Ergebnisses in Grenzen hielt.

Auch für FCH-Trainer Christian Titz war die ständige Gefahr, die der Angreifer vor dem gegnerischen Tor erzeugte, höher zu bewerten als der Umstand, dass er noch mehr Tore hätte erzielen können. "Es ist auf jeden Fall gut, dass er so viele Chancen herausgespielt hat", sagte der Trainer.

Sein Koblenzer Gegenüber Peter Neustädter war erwartungsgemäß weniger froh. "Wir haben das Spiel durch Unachtsamkeiten in den ersten 20 Minuten verloren. Dann hat vorne auch das Quäntchen Glück gefehlt", sagte der Trainer, dessen Team - als Mitfavorit auf die Relegationsplätze gehandelt - nach dem 0:2 gegen Kickers Offenbach bereits die zweite Niederlage einstecken musste. Tatsächlich hatte mehr als ein "Quäntchen Glück" gefehlt. Koblenz konnte zwar in der zweiten Hälfte das Spiel offener gestalten, blieb im Ganzen aber weit hinter den Erwartungen zurück. Am Ende feierte Homburg verdient.

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