FC Wiesbach: Petry soll bleiben, Luck geht

Fußball-Oberliga : FC Wiesbach: Petry soll bleiben, Luck geht

Das Halbzeit-Fazit fällt beim FC Hertha Wiesbach gemischt aus: Mit 24 Punkten befinden sich die Gelb-Schwarzen zur Winterpause im hinteren Tabellen-Mittelfeld der Fußball-Oberliga.

„Die Saison war bislang eine Berg- und Talfahrt“, sagt Präsident Helmut Berg. Starke Vorstellungen wie beim 2:1-Sieg gegen Regionalliga-Absteiger Wormatia Worms oder beim 2:0 gegen den Tabellenzweiten 1. FC Kaiserslautern II wechselten sich mit schwächeren Darbietungen ab – wie bei den Niederlagen gegen die Abstiegskandidaten Arminia Ludwigshafen (1:3) und Hassia Bingen (2:3).

„Es hat insgesamt ein wenig die Konstanz gefehlt“, ärgert sich Berg. „Das lag aber auch daran, dass die Oberliga diese Saison so ausgeglichen ist wie selten zuvor.“

Trotz eines geringen Polsters von drei Zählern auf einen möglichen Abstiegsplatz bleibt der Präsident aber entspannt. „Wir werden jetzt nicht in Panik verfallen. Wir bündeln die Kräfte, und dann holen wir in der Rückrunde die nötigen Zähler, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen. Unser Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz – und von dem sind wir nicht so weit entfernt.“ Der FV Diefflen auf Rang neun hat nur vier Punkte mehr als die Hertha.

Ein Grund für Bergs Optimismus ist auch, dass Spieler wie Kilian Staroscik oder Hendrik Schmidt, die wegen Verletzungen aus der Vorsaison weite Teile der Sommervorbereitung verpassten und deswegen mit Trainingsrückstand in die Spielzeit starteten, mittlerweile wieder fit sind.

Derzeit befinden sich der Verein und Trainer Michael Petry, der 2016 von Borussia Neunkirchen nach Wiesbach gewechselt war, in Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. „Ein erstes Gespräch hat bereits stattgefunden, ein zweites ist für nächste Woche terminiert“, verrät Berg. Dabei gibt es eine Tendenz auf beiden Seiten: „Unser Ziel ist es, gemeinsam in die Zukunft zu gehen“, berichtet der Präsident. „Unterschrieben ist aber noch nichts.“

Erste Entscheidungen sind dafür schon bezüglich Kaderplanung für die kommende Runde gefallen. Mit Abwehrspieler Oliver Hinkelmann hat ein Leistungsträger vorzeitig für drei weitere Spielzeiten verlängert. Stamm-Torwart Philip Luck wird die Hertha dagegen im Sommer verlassen. Der 29-Jährige kehrt dann zu seinem Heimatverein FC Palatia Limbach (Verbandsliga) zurück.