Festo lockt zur Informatik: Faszination Informatik für 140 Schüler

Festo lockt zur Informatik : Faszination Informatik für 140 Schüler

Antworten auf viele Fragen in Sachen Informatik gab es beim Festo Lernzentrum: Zehnerklassen von 13 Schulen nahmen teil.

Zum zweiten Mal fand im Festo-Lernzentrum die Veranstaltung „Faszination Informatik“ statt. Mehr als 140 Schüler der zehnten Klassen aus 13 weiterführenden Schulen des Saarpfalz-Kreises waren am Dienstag gespannt, welche Vorträge, Mitmachprogramme und Informationsstände sie erwarteten. Vertreter der Uni, des Max-Planck-Instituts, des Kreises, des Instituts für Rechtsinformatik, des Cispa, der Hochschule Kaiserslautern, des Landesinstitutes für Pädagogik und Medien, des MINT-Campus in St. Ingbert, Filmemacher, Schüler und Studenten und noch viele andere hatten sich fünf Stunden Zeit genommen, den Schülern eine „Ausbildung mit Zukunftsperspektive“, so auch der Untertitel der Veranstaltung, vorzustellen und natürlich schmackhaft zu machen.

Denn wie Bärbel Arend vom Festo-Lernzentrum sagte, „gibt es bei uns in der Wirtschaft einen Umstand, der uns Sorge bereitet“, den Fachkräftemangel. Das bedeute nicht, dass alle Berufsbilder in allen Regionen gleich stark nachgefragt seien. Wichtig sei es aber für die Schüler gerade bei der Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten zu wissen, was man wolle. „Information und Orientierung gewinnen damit einen noch größeren Stellenwert als das vor 30 Jahren der Fall war“, so Arend. „Wir gehen nicht davon aus, dass jeder von Euch nach dieser Veranstaltung den Weg in Richtung Informatik einschlagen wird.“ Man erhoffe sich vor allem, dass die Schüler die Möglichkeiten erkennen, die das Fach bietet. Und dass sie, wenn sie Gefallen daran gefunden haben, mit dem umfangreichen Info-Material und ersten Erfahrungen ausgestattet, auch einen Weg finden, den sie in der Zukunft einschlagen könnten. Wer wirklich Interesse hatte, konnte bei dem Angebot seinen Meister finden oder seine Vorlieben entdecken. Im Lernzentrum gab es geführte Rundgänge und es wurden Workshops und Vorträge zu Themen wie Roboter&Recht, das sichere Smartphone, Industrie 4.0, 3-D-Modellierung, IT in der Verwaltung und noch einige mehr angeboten. Wer wollte, konnte sich gleich um ein Praktikum bemühen.

„Wir wollen vor allem Mädels und junge Frauen ansprechen, die sich für naturwissenschaftlich-technische Bereiche interessieren“, sagte Jana-Katharina Burnikel vom Gleichstellungsbüro der Uni Saarbrücken, das als Aussteller dabei war. Sie stellte ein Mentoring-Programm für Schülerinnen der 9. bis 11. Klassen vor, denen ein Student zur Seite gestellt wird, der sein Fach und das studentische Leben näherbringt. Das Programm soll Türen zur MINT-Welt aufstoßen.

Klaus Knopper repräsentierte die Hochschule Zweibrücken. Er zeigte, dass ein 3-D-Drucker auch Gegenstände aus Holz drucken kann und dass selbst gebaute Computer nicht teuer sein müssen. „Ich finde es wichtig, dass man die Sachen auch ausprobieren und anfassen kann“, so der Professor der Wirtschaftsinformatik, „nur so kann man auch ein Gefühl für Technik bekommen.“ Das hatten die Schülerinnen des Albertus-Magnus-Gymnasiums schon, die bei der Veranstaltung ihr Wissen über 3-D-Programmierung weitergaben. Stolz zeigten sie auf dem Computer die im Seminarfach entstandenen digitalen Modelle verschiedener markanter Gebäude St. Ingberts. Vorher hatten sie die 3-D-Modellierung auf dem MINT-Campus der Alten Schmelz begonnen und die kleinen Gebäude auch ausgedruckt. Der Landrat holte sich bei den jungen Frauen noch einen Tipp für ein Drucker-Problem. „Wir werden die Veranstaltung weitermachen müssen, wenn ich sehe, was es hier an Resonanz gibt“, so das Fazit von Theophil Gallo.

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