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Fastnachtsumzug in der Innenstadt von St. Ingbert

Kostenpflichtiger Inhalt: Riesenstimmung in St. Ingbert : „Fridays for Fastnacht“ begeistert St. Ingbert

Beim Umzug der Karnevalisten durch die Innenstadt herrschte am Sonntag tolle Stimmung. 44 Gruppen animierten zum Mitmachen.

Von allen Seiten laufen Menschen in grellen Jogginganzügen und bunten Ponchos, mit Hippiefrisuren, als Pinguine oder gleich als komplette Bärenfamilie in die Stadt. Tausende säumen die Gehwege von St. Ingbert in froher Erwartung, was denn da gleich anrollen wird. 44 Wagen sind es am Sonntagmittag, die ganze Horden von Kinderaugen zum Leuchten bringen. Sie bahnen sich beim Fastnachtsumzug den Weg vom Innovationspark am Beckerturm quer durch die Fußgängerzone bis zum Ausgang der Innenstadt. Da bollern die Bässe quer durch die Gassen. Partyhits schallen von den Wagen herunter, die feiernden Faasendbooze am Wegesrand singen begeistert mit. Die Jüngeren springen auf die Straße, sammeln die Bonbons und das Popcorn, das hundertfach von den Zugteilnehmern in die Menge geschleudert wird.

Die KG „Dann wolle ma emol“ Rohrbach tönt laut ein „Stopp den Lkw“ vom Wagen und wartet, dass sich die Karnevalisten zu Boden setzen. Zum Discostampf von „Johnny Däpp“ stehen sie wieder auf und springen tanzend vereint auf und ab. Unter dem Motto „Fridays for Training“ ruft die Turner des TV St. Ingbert dazu auf, mehr Purzelbäume zu pflanzen. So springen sie selbst mit Salti und weiteren gewagten Sprüngen auf Sportmatten, die hinten auf ihrem Wagen liegen. Später heißt es noch „Handstand gegen den Klimanotstand“, der ein oder andere Besucher macht da einfach mit. Die Mitglieder des RCV „Die Holzhauer“ Rentrisch haben sich als Schotten und Russen verkleidet und feiern so die Völkerverständigung.

Alles im Blick hat Michael Wagner. Der langjährige Sitzungspräsident der Dengmerter Narrezunft läuft als einer der Zugleiter mit und freut sich, dass das Wetter hält. Zwar zieht es ab und an kräftig durch, doch starke Windböen bleiben aus, sodass die Wagen unbeschadet durchkommen. Heute ist er übrigens Mitglied des MGV Frohsinn, aber „Faasnacht feiern kann man ja immer“, lacht er. Gut lachen hat auch der Wagen der KG Pfaffenkopf aus Dudweiler, wo der Zug ja kurzfristig abgesagt wurde. Deswegen hatten sich die Närrinnen und Narren des Nachbarortes ebenso kurzfristig dazu entschlossen, sich in St. Ingbert anzumelden. Und die Pfaffenkopfer genießen es. „Super!“, ist da zu hören, und „Scheen!“

Bei der Gruppe„Mir sinn halt so“ hieß es: St. Ingbert – Biosphärenstadt, statt Busse jetzt Flamm-Ingos hat. Foto: Stefan Bohlander

Die Teilnehmer von der Kita St. Josef haben sich verschiedene Disneyfiguren als Vorbilder für ihre Verkleidungen ausgesucht. So sieht man unter anderem ein Rotkäppchen und eine böse Fee Maleficent. Die Nodepirade aus Sulzbach unterhalten die Zaungäste mit ihrer Guggemusik. Die Mitglieder des FC Viktoria 09 haben sich einen Wagen in den Vereinsfarben Schwarz und Gelb verboozt. Überall hängen Luftballons in ebendiesen Farben und Fußballketten, die munter im Wind baumeln und hin- und hertanzen.

Prinz Sven I. und Prinzessin Isabelle II. vom KV Alleh Hopp Spiesen genießen standesgemäß die Fahrt durch die Menge in ihrer Staatskarosse. Einige Zuschauer fordern die Gardemädchen der KG „Die Burgnarren“ Kirkel auf: „Wir wollen Euch tanzen sehen.“ Und diese kommen der Aufforderung gerne nach. Die Awo hat ihre Leute als Pflegehelden durch die Straßen geschickt, die den Menschen Gutes tun. Gutes vollbringen auch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die direkt im Anschluss durch die Straßen fahren und sie direkt wieder reinigen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fastnachtsumzug in St. Ingbert