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Familien-Partei plädiert für Abriss der leerstehenden Hallen

Familien-Partei plädiert für Abriss der leerstehenden Hallen

. Mehrfach - zuletzt auf dem Neujahrsempfang der Stadt St. Ingbert - hat Oberbürgermeister Hans Wagner angekündigt, die Tischtennishalle beim Mühlwaldstadion und die TG-Halle am alten Sportplatz in Rohrbach zur Flüchtlingsunterbringung zu nutzen.

Wie er das bewerkstelligen möchte, bleibt aus Sicht der Stadtratsfraktion der Familien-Partei aber bis dato sein Geheimnis. Beiden Hallen sei gemeinsam, dass sie in einem desaströsen Zustand und komplett sanierungswürdig sind, wie die Partei in einer Pressemitteilung schreibt. Zu beiden Hallen gebe es schon lange - der Sachlage angemessen - wirksame Abrissbeschlüsse, die von Verwaltungsseite immer noch nicht ausgeführt worden seien.

In Sachen TG-Halle ist es nach Ansicht der Familien-Partei der richtige Schritt mit dem Saarpfalz-Kreis über eine Expansion der Johannesschule zu verhandeln oder den Platz zur Wohnbebauung mit Familien-Ansiedelung zu nutzen. Mit dem Abriss der ehemaligen Tischtennis-Halle würde eine Schandfleck beseitigt und Platz und Raum geschaffen zur Umgestaltung und Weiterentwicklung der Gustav-Clauss-Anlage als "grüne Lunge" im Innenstadtbereich. Hierzu habe die Familien-Partei bereits konkrete Vorschläge gemacht.

Bei aller Willkommenskultur in der Flüchtlingsfrage hält die Familien-Partei Millioneninvestitionen in TT-Halle und TG-Halle für das falsche Signal an die gesamte Bevölkerung, ob alt eingesessen oder neu hinzuziehend. Integration bedeutet auch eine breite, über alle Stadt- und Ortsteile umfassende Unterbringung der Neubürger. Zuviel Zentralisierung, wie sie Nutzung der alten alten Hallen bedeute, wäre hingegen der falsche Weg im Sinne der Allgemeinheit und des sozialen Friedens, betont der Fraktionsvorsitzende der Familien-Partei, Roland Körner.