Es wird schaurig auf dem Maxplatz

Es werden Kürbisse geschnitzt, es wird schaurig dekoriert, die Kostüme sind gruselig und Kinder fragen nach Süßem oder Saurem. Am 31. Oktober ist wieder Halloween. Schon heute kommen Halloween-Begeisterte auf dem Maxplatz auf ihre Kosten.

Sie wirken wie Grimassen und ihr Lichtschein flackert im Dunkel der Nacht: geschnitzte Kürbisse. Ihren Höhepunkt erleben die Kürbis-Schnitzereien in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, der Nacht von Halloween.

Doch bis es soweit ist, gilt es, das Kunstwerk zu vollbringen. Zuerst wird mit einem scharfen Messer an der oberen Seite, an der sich der Stiel befindet, der Deckel abgetrennt, dann wird das Fruchtfleisch herausgeholt. Im Anschluss ist Kreativität gefragt. Meist wird ein Gesicht auf den Kürbis gemalt und dann sorgfältig ausgeschnitten. Damit man an dem geschnitzten Kürbis länger Freude hat, kann er mit Haarspray oder Vaseline konserviert werden.

Das wissen auch Rosel und Oswin Bauer, die Inhaber des Feinkostladens Montebelluna in der St. Ingberter Kaiserstraße. Sie haben gestern einen solchen Kürbis geschnitzt - und zwar für ihren ersten Halloween-Markt am heutigen Donnerstag, 24. Oktober, auf dem Maxplatz. Um 17 Uhr geht es los. "Hoffentlichen kommen viele Gäste kostümiert", sagt Oswin Bauer vorab im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn die schönsten Kostüme werden prämiert. Aber nicht nur das: Es wird eine Kürbis-Schnitzerin da sein, die Musik und die Dekoration werden schaurig und gruselig sein, der Maxplatz wird mit Kerzen beleuchtet. Außerdem wird es einen Keramik-Stand geben, es wird Flammkuchen und dem Anlass entsprechend ein Monster-Sandwich aufgetischt. Passend dazu werden ein Monster-Cocktail, ein Kürbis-Cocktail und ein Graf-Dracula-Cocktail angeboten.

Für diesen Markt haben Rosel und Oswin Bauer den Maxplatz von der Stadt gemietet. Und eines steht fest: Gastgeber und Händler werden kostümiert sein.

Der Halloween-Trend nimmt nicht nur nach der Wahrnehmung von Familie Bauer zu. Wer derzeit durch die Geschäfte schlendert, findet neben Herbstdekoration jede Menge Gruseliges zu Halloween. Halloween-Kostüme, Halloween-Schokolade, Halloween-Dekoration, der Boom ist ungebrochen. Und nicht nur das: In der Halloween-Nacht gibt es jede Menge Veranstaltungen und die Kinder fragen nach Süßem oder Saurem.

Zum Thema Süßes oder Saures kann Rosel Bauer, die mit ihrem Mann Oswin in St. Ingbert lebt, eine Geschichte erzählen, die sie nach eigener Aussage niemals vergessen wird: "Vor einigen Jahren klingelten Kinder aus der Nachbarschaft und wollten Süßes oder Saures. Da wir selbst an dem Abend eine Halloween-Party besuchten, waren wir kostümiert und entsprechend geschminkt. Also öffnete ich die Tür, rief "Buhhh" und sah nur noch, wie die Kinder schreiend davon liefen."

An Süßes oder Saures war in diesem Moment wohl nicht mehr zu denken, erinnert sich Rosel Bauer schmunzelnd. Aber bevor die Kinder in der Halloween-Nacht in diesem Jahr wieder Süßes oder Saures wollen oder beispielsweise im St. Ingberter Event-Haus die Ü-30-Party als Halloween Special gefeiert wird, heißt es heute auf dem Maxplatz für alle Geister, Monster und Untote erstmal: Auf zur Prämierung - Grimassen schneiden ist erlaubt.