Bienenkino: Es summt in der St. Ingberter Kinowerkstatt

Bienenkino : Es summt in der St. Ingberter Kinowerkstatt

Bienen-Kino für Schüler zum Abschluss des Jahres der Bienen. Über 400 Kinder waren dabei.

Einen Schulausflug ins Kino? Dazu bietet sich kaltes Novemberwetter geradezu an. Für die St. Ingberter Schulen besteht diese Möglichkeit in der Woche vom 21. bis 26. November.

Die Kinowerkstatt in der Pfarrgasse ist jeden Vormittag ausgebucht. Auch am Mittwoch nahmen über 100 Schüler vor der Leinwand Platz. Grund dafür war das Projekt „Bienen-Kino“, das von der Kinowerkstatt und der Stadt St. Ingbert zum Abschluss des Jahrs der Bienen gemeinsam organisiert wurde.

„Wir wollen die Kinder für das Thema sensibilisieren“, berichtet Monika Conrad, Geschäftsbereich Wirtschaft, Abteilung Biosphäre. Besonders die Ursachen für das Bienensterben sollen kritisch hinterfragt werden. Insgesamt nehmen über 400 Kinder aus drei Grundschulen und einer weiterführenden Schule Teil. Darunter die Südschule, die Albert Weisgerber Schule, die Pestalozzischule und die Grundschule am Eisenberg. Von Klassenstufe eins bis vier sind dabei Schüler jeden Alters vertreten. Am Mittwoch kamen die sechsten Klassen der Albertus Magnus Realschule in die Pfarrgasse. Der Eintritt für die Schüler ist kostenfrei.

Nach der Begrüßung durch Thomas Debrand und Monika Conrad von der Stadtverwaltung übernahm Imker Hans Werner Krick das Wort. Er begleitete die Vorführung als fachkundiger Moderator und wusste schon im Vorhinein jede Menge Interessantes zu berichten. Die Filmreihe im Anschluss begann mit einer simplen Frage: Woher kommt eigentlich der Honig? Eine Sachgeschichte der „Sendung mit der Maus“ begleitete drei Bienen beim Sammeln von Blütenstaub, Nektar und Honigtau und deren Verwertung im Bienennest. Was sich dort hinter den Kulissen abspielt, erzählte der Schulfilm „Im Staat aus Wachs und Honig“. Mit soliden Vorkenntnissen und unter der Anleitung Hans Werner Krick folgte die letzte Vorführung des Morgens: „Die Honigbiene – Wichtigstes Tier für Mensch und Natur“ erzählte die Geschichte eines italienischen Weinbauers, der auf nachhaltige und unkonventionelle Weise in seinem Weinberg Erdrutsche verhindert und gleichzeitig für Bienen nutzbare Bepflanzung anbietet.

„Bei diesem Film werden die Kinder besonders gefordert“, erklärte Krick: „Die Botschaften werden nicht plakativ präsentiert, sondern fließen subtil in die Erzählung ein.“ In den vergangenen Tagen hatte sich das als solide Gesprächs- und Diskussionsgrundlage im Anschluss der Filmreihe erwiesen.

Das Projekt stößt bei den Schulen auf großes Interesse. Zu der geplanten Woche im November wurden bereits Zusatztermine im Dezember festgelegt, an denen weitere Klassen in die Kinowerkstatt kommen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass dieses Jahr einen so großen Erfolg erzielt. Das ist etwas ganz besonderes“, so Thomas Debrand.

Hans Werner Krick, Monika Conrad und Thomas Debrand (von links) begrüßen die Schüler der Albertus Magnus Realschule zum Bienen-Kino. Foto: Selina Summer

In der Kinowerkstatt gehören die Bienen auch in den Abendvorstellungen am 24. November zum Programm. „More than Honey“ und „Der Imker“ werden um 18 und 20 Uhr gespielt. Die Filmreihe der Schulwoche wird im Familienkino am Sonntag ab 16 Uhr noch einmal gezeigt.

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