"Es ist weiter Geduld angebracht"

St. Ingbert. Der Jugendfußball leidet landauf, landab unter sinkenden Spielerzahlen. Vor drei Jahren haben sich in St. Ingbert die Jugendabteilungen der Viktoria, der DJK, des SV und des TuS Rentrisch zur Bildung einer Juniorenfördergemeinschaft (JFG) entschlossen. "Um Fortschritte zu erzielen, müssen wir in diesem Bereich nachhaltig sein

St. Ingbert. Der Jugendfußball leidet landauf, landab unter sinkenden Spielerzahlen. Vor drei Jahren haben sich in St. Ingbert die Jugendabteilungen der Viktoria, der DJK, des SV und des TuS Rentrisch zur Bildung einer Juniorenfördergemeinschaft (JFG) entschlossen. "Um Fortschritte zu erzielen, müssen wir in diesem Bereich nachhaltig sein. Es werden in den kommenden Jahren mit ziemlicher Sicherheit Erfolge erreicht werden. Es braucht seine Zeit, aber es ist absehbar, dass wir bald einige Spieler in den Aktivenspielbetrieb weitergeben, die bei uns ausgebildet wurden", hofft Jugendkoordinator Andreas Reichrath, bald die ersten Früchte der Zusammenarbeit ernten zu können.Im A-Junioren-Bereich haben die Ingobertusstädter den größten Nachholbedarf. In der Kreisliga erreichte die JFG lediglich der letzten Platz. Reichrath hofft hier bald auf die Bezirksliga-Qualifikation: "Unser Problem ist, dass viele talentierte Spieler von höherklassigen Nachbarvereinen abgeworben werden und uns schon in der U19 nicht mehr zur Verfügung stehen. Das wäre ja noch zu verkraften, wenn sie im Aktivenalter nach St. Ingbert zurückkommen würden. Im kommenden Jahr ist die U19 stärker besetzt, weil uns fast alle U17-Spieler zugesagt haben, dass sie bleiben." Im kommenden Jahr wird die U19 von Wenanty Fuhl trainiert, der beim 1. FC Saarbrücken als Profi tätig war. Ihm stehen Ralf Dick und Johannes Tabellion zur Seite.

Sportliches Aushängeschild der JFG St. Ingbert ist die U17. In der abgelaufenen Runde der B-Junioren-Bezirksliga Nordost war nur die SG DJK Bexbach stärker. Im kommenden Jahr soll unter den Trainern Frank Sailer und Peter Kohler die Verbandsliga-Qualifikation gelingen. Grundlage dafür wäre eine starke U15. Deshalb soll auch mit dieser Mannschaft in der kommenden Runde die Bezirksliga angegangen werden. Im abgelaufenen Jahr kam die U15 der JFG in der Kreisliga auf dem fünften Rang ins Ziel. Die U15 wird künftig von Reiner Burgard und Sebastian May trainiert.

Der zweite Vorsitzende Christoph Bläs betont: "Wir werden alle Altersklassen mindestens doppelt besetzen, denn wir wollen allen am Fußball interessierten St. Ingberter Jungs eine Möglichkeit zum Spielen bieten. Es wird jeweils eine weitere A- und B-Junioren-Mannschaft geben, bei den C-Junioren melden wir sogar drei Teams, so dass wir von der U14 bis zur U19 in jeder Altersstufe eine Mannschaft haben. So kommen auch diejenigen, die nicht im besseren Team stehen, auf jeden Fall zu Einsätzen kommen."

Andreas Reichrath blickt schon mal in die Zukunft. Er mahnt: "Wenn die Spieler bis zum Übertritt ins Aktivenalter hier bleiben, profitieren in spätestens drei Jahren alle Stammvereine von dem Konzept. Aber es ist weiter Geduld angebracht." "Um Fortschritte zu erzielen, müssen wir in diesem Bereich nachhaltig sein."

Andreas Reichrath, Jugendkoordinator der JFG St. Ingbert

Mehr von Saarbrücker Zeitung