1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Erste Hilfe "live" aus der Rettungsarena in St. Ingbert

Erste Hilfe "live" aus der Rettungsarena in St. Ingbert

St. Ingbert. Nach einem Kettensägeunfall liegt eine Person blutend am Boden, der "Kollege" im Stuhl nebenan ist ebenfalls nicht fit, zehn Meter weiter ist zu guter Letzt ein Auto an eine Laterne geknallt. Im Innern eine verletzte Person. Etwas viele Katastrophen auf einmal für einen Dienstagmorgen in St. Ingbert

St. Ingbert. Nach einem Kettensägeunfall liegt eine Person blutend am Boden, der "Kollege" im Stuhl nebenan ist ebenfalls nicht fit, zehn Meter weiter ist zu guter Letzt ein Auto an eine Laterne geknallt. Im Innern eine verletzte Person. Etwas viele Katastrophen auf einmal für einen Dienstagmorgen in St. Ingbert. Aber eben diese Möglichkeit, Unfälle in der Rettungsarena nachzustellen, sind es, die zum wiederholten Mal das Fernsehen auf die Stadt aufmerksam machte.

Einmalig in Deutschland

"Hier kann man realistische Situationen wetterunabhängig darstellen. Das ist einmalig in Deutschland", so der Landesarzt des Deutschen Roten Kreuzes, Stefan Otto. Gestern waren SR und SWR zu Gast, um rechtzeitig vor der Reisezeit und dem bundesweiten Aktionstag der Ersten Hilfe am 23. März einen Beitrag zu drehen, der Hilfsmaßnahmen bei Verkehrsunfällen demonstriert. Moderatorin Susanne Gebhard, die das letzte Mal vor 14 Jahren bei ihrer Führerscheinprüfung etwas über Erste Hilfe gelernt hat, ist die ideale Testperson, um die "bewusstlose, aber atmende, unter Schock stehende" Person aus dem weißen Pkw zu bergen. Ihr zur Seite steht Andreas Vogel, der Ausbildungsbeauftragte des Landesverbandes Saarland des DRK, um den Zuschauern zu zeigen, wie man es richtig macht. Nachdem die Statisten von der Notfalldarstellung hergerichtet sind und die "Autoverunfallte" Yvonne Thoma als Erste zum Einsatz kommt, wird es ruhig und alle, vom Kameramann, über die DRK-Mitarbeiter bis zur Redakteurin und Moderatorin gehen hochkonzentriert an die Arbeit. Susanne Gebhard löst den Sicherheitsgurt und zieht die schlanke Statistin aus dem Fahrzeug-Wrack. "War das richtig so?", fragt sie Vogel. Er erklärt, wo man dem Opfer unter die Arme greift und wie man ohne großen Kraftaufwand auch schwerere Menschen bergen kann. Geschafft. Nun geht es in die stabile Seitenlage. "Ich merk' schon, ich hab es nicht mehr drauf", müht sich die Moderatorin redlich, "super, das nochmal zu lernen." Dass alles nur eine Frage der Technik und Übung ist, erfahren die Beteiligten und auch diejenigen, die sich die Sendung im Fernsehen anschauen. Später wird noch eine Einstellung mit einem Dummy gedreht, an dem die Herzdruckmassage erläutert wird. Für die "Verletzte" Yvonne Thoma von der Notfalldarstellung Saarlouis ist es mit den Kameras eine ungewohnte Situation,obwohl sie schon oft Mimin war. Die Rettungsassistentin erlebt so ihre tägliche Arbeit einmal von der anderen Seite. " Als Helfer ist man erstmal schockiert", so Landesarzt Otto, "doch keiner sollte sich vorm Helfen scheuen. Nichts machen ist das einzige, das man falsch machen kann."

Auf einen Blick

Den später sechsminütigen Beitrag zur "Ersten Hilfe" aus der St. Ingberter Rettungsarena kann man am Sonntag, 17.März, um 16.30 Uhr in der ARD sehen. In der Sendung ARD-Ratgeber "Reise, Auto und Verkehr" geht es unter anderem um die richtige Notfallhilfe bei Opfern von Auto-, Motorrad- und Fahrradunfällen. con