Erneuerbare Energien werden stark akzeptiert

Erneuerbare Energien werden stark akzeptiert

Strom Erneuerbare Energien werden stark akzeptiert Zu „Grüner Strom für sieben Haushalte“ vom 22. Januar: Bekanntlich kommt der Strom aus der Steckdose, wird von den Stadtwerken geliefert und vom Kraftwerk eines Konzerns produziert – so war das bisher.

Mit der Raiffeisen-Bürger-Energiegenossenschaft Bliesgau eG eröffnen sich für die Bürger neue Perspektiven. Der Strom kommt zwar weiterhin aus der Steckdose, wird allerdings in der Region produziert. Hauseigentümer erhalten das Angebot, auf dem Hausdach eine Fotovoltaik-Anlage ohne Eigenfinanzierung einzurichten. Die Anlage zu installieren und zu betreiben übernimmt die Genossenschaft. Der Hauseigentümer erhält eine Pachtgebühr und kann den Strom für den Eigenbedarf zu einem günstigen Preis beziehen. Auch andere Vertragsgestaltungen sind möglich. Wie dem Bericht in der SZ vom 22.01.14 zu entnehmen war, können aber auch alle Bürger durch eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft mit einem Geschäftsanteil ab 100 Euro nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energie unterstützen, sondern auch finanzielle Vorteile daraus ziehen. Bürger, die daran interessiert sind, den Einfluss der großen Stromkonzerne zurückzudrängen, sollten diese Gelegenheit nutzen. Gestützt auf das Genossenschaftsrecht kann sich so die Solidargemeinschaft der Bürger verwirklichen. Auch das Umfrage-Ergebnis zum Standort von Windrädern (SZ vom 23.01.14) zeigt, dass die Akzeptanz für erneuerbare Energie in der Bevölkerung sehr groß ist.

Alexander Tomm, St. Ingbert

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