Erlös ist für die Kirche bestimmt

Blieskastel. Ein Festgottesdienst in der barocken Schlosskirche leitete das Kirchweihfest ein. Der Chor der Schlosskirche (Leitung Melina Wack) beeindruckte mit der Messe "Iste confessor", wobei der neue Klang des renovierten Raumes bei dieser Palestrina- Messe überaus reizvoll war

Blieskastel. Ein Festgottesdienst in der barocken Schlosskirche leitete das Kirchweihfest ein. Der Chor der Schlosskirche (Leitung Melina Wack) beeindruckte mit der Messe "Iste confessor", wobei der neue Klang des renovierten Raumes bei dieser Palestrina- Messe überaus reizvoll war.Zu anschließenden weltlichen Feier im Pfarrzentrum wurden Schirmherr Roman Brengel und der neue Pfarrgemeindereferent, Joachim Schindler, besonders begrüßt. Gesuchter Gesprächspartner war Chorsänger Horst Schmitt, der für das Weihnachtskonzert der Schola Cantorum den Kinderchor Cantabile, ein Panflöten-Duo sowie Melina Wack ankündigen kann. Der zweite Vorsitzende des Kirchenbauvereins (KBV) St. Sebastian, Peter Kostyra, blickte auf ein erfolgreiches Jahr. "Viele Menschen legen sich bei Aktionen für die Schlosskirche ins Zeug, um das finanzielle Gerüst für das kunsthistorische Bauwerk zu schaffen."

Ein weiterer Brocken

Mit der Orgel im 1776 bis 1778 erbauten Gotteshaus ist nun ein weiterer Brocken hinzugekommen. "Nach einer Besprechung unseres Verwaltungsrates mit dem Orgelsachverständigen der Diözese Speyer, Manfred Degen, unserer Organistin Melina Wack sowie dem Dekanatskantor Christian von Blohn steht fest: Die Orgel der Schlosskirche wird renoviert, ein Neubau kommt nicht in Frage", betonte im Gespräch mit unserer Zeitung Pfarrer Hermann Kast. Die Kosten für die Renovierung der Orgel werden auf 100 000 bis 150 000 Euro geschätzt, wobei aus dem Haushalt der Kirche diese Kosten derzeit jedoch nicht zu finanzieren seien. Die Bauabschnitte V und VI der Renovierung der Schlosskirche verursachten Mehrkosten von 50 000 Euro. Der KBV sei mit der Finanzierung des nächsten Bauabschnittes - Zufahrt der Kirche von der Tiergartenstraße und dem Vorplatz - vollauf beschäftigt, so der Pfarrer.

Den musikalischen Auftakt im Pfarrzentrum setzte beim Frühschoppen der Musikverein Frohsinn Mimbach, danach führte die Gruppe Oberringer mit ihren mittelalterlichen Klängen einige Jahrhunderte zurück, ehe die Hofgassler zum vierten Male zünftig aufspielten. Auch Gesang und Alphörner hatten die Männer um Gustl Gönitzer im Gepäck. Zum Abschluss luden die Rover mit ihren Pfadfinder- und Wanderliedern die Gäste zum Mitsingen ein.

"Da werden Jugenderinnerungen wach", meinte Sigfried Heß, der als Stadt-Nachtwächter durch die Barockstadt führt und fleißig in den Gemeinschaftschor einstimmte. Zur Stärkung stand Susanne Fuchs am Herd, und das Kuchenbüfett der Frauengemeinschaft um Ingrid Mathieu war reich gefüllt.

Viele fleißige Helfer

Der weiß-blaue Bierexperte Walter Matheis sorgte mit einer Extra-Fuhre dafür, dass das Original-Klosterbier der Mallensdorfer Schwestern-Brauerei durch Thomas Toussaint frisch gezapft werden konnte, und Ute Matysiak, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, durfte auf viele fleißige Helfer bauen. Bei Helga und Georg Staab vom KBV war vor allem das Kochbuch der gräflichen Gaumenfreuden gefragt. Für Spannung sorgte die Verlosung dreier Präsentkörbe sowie von sechs Reisen, wobei fünf davon der Freundeskreis Saarpfälzischer Musiktage stiftete.

Auf einen Blick

Der Gesamterlös des Kirchweihfestes fließt ausschließlich der Orgelrenovierung zu. Beim Kirchenbauverein kamen in den zwölf Jahren des Bestehens bisher 634 070 Euro zusammen. Nächste Veranstaltung ist der Adventsbasar am 24. und 25. November im Pfarrzentrum. hh