Erlebnis Technik im Festo Lernzentrum St. Ingbert

Festo : Technik für die „kleinen Leuchtkäfer“

Das Festo-Lernzentrum hatte Besuch von der Rohrbacher Lebenshilfe-Kita Regenbogen.

Kinder und Technik – macht das Sinn? Ist das nicht zu gefährlich? Haben die Kinder überhaupt Interesse an Technik? Ja, es macht Sinn. Nein, es ist nicht zu gefährlich, jedenfalls nicht, wenn gewisse Regeln beachtet werden, und ja, natürlich haben Kinder Interesse an Technik. Nachweisbar wird das jedes Jahr durch das Programm „Erlebnis Technik – die kleinen Leuchtkäfer“, das vom Festo-Lernzentrum gemeinsam mit der Kindertagesstätte Regenbogen der Lebenshilfe durchgeführt wird. Ein Jahr lang machen die Vorschulkinder unter Anleitung Experimente mit Luft, Wasser, Magnetismus und anderem. Susanne Tussing, die die „Wolkenschulkinder“ in der Kita anleitet, ist es wichtig, dass die Mädchen und Jungen nicht einfach ein Programm durchlaufen. Vielmehr werden diese aufgefordert, sich einzubringen, Ideen zu kreieren, und natürlich die Frage aller Fragen zu stellen: Warum? Hintergrund des Programms ist die Einschätzung von Alfred Ermers, Leiter des Festo Lernzentrums, dass eine Schieflage besteht bei der Berufswahl und dem Anspruch der Gesellschaft zum heutigen und künftigen Entwicklungsstand der Technik. Junge Menschen würden sich in der Berufsfindungsphase häufig deshalb an technischen Berufen vorbei entscheiden, weil sie nie die Chance hatten, diese auch nur annähernd kennenzulernen.

Das Mint-Programm des Festo Lernzentrums ist durchgängig. Vom Kindergarten über eine Technik-AG in der Grundschule bis hin zum Pneumatik- oder Elektrotechnik-Kurs in der Klasse 9 haben Kinder und Jugendliche immer wieder Berührung mit Technik und somit eine Chance, sich am Ende für oder gegen einen technischen Beruf zu entscheiden.

Die „kleinen Leuchtkäfer“, deren Programm alljährlich mit einem Besuch im Festo-Lernzentrum endet, sind jedenfalls sichtlich begeistert. Simon Kiefer, Ausbilder im Unternehmen, führt mit den Kindern verschiedene Experimente durch und zeigt Exponate wie beispielsweise einen Bonbonspender, den die Auszubildenden im Rahmen einer Projektarbeit selbst gebaut haben. In Filmen sehen die Mädchen und Jungen, dass die Festo-Produkte, beispielsweise verbaut in einer Brezelschlingmaschine, durchaus Berührung mit dem Alltag haben.

Die natürliche Neugierde und die Unbefangenheit, mit der die Vorschulkinder an die Themen herangehen, bestätigt die positive Beantwortung der Eingangsfrage: Kinder und Technik – das macht Sinn!

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