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Entsorgungsstation für Wohnmobile am „blau“ in St. Ingbert

Wohnmobile parken in St. Ingbert : Stadt hat ein Auge auf Entsorgung bei den Wohnmobilen

Mit kritischem Blick und gerümpfter Nase betrachten benachbarte Anwohner derzeit die Entsorgungsstation, die die Stadt für Wohnmobile auf dem Parkplatz am „blau“ in St. Ingbert errichtet hat. Auf Nachfrage unserer Zeitung hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben unmittelbar vor Ort nach dem Rechten gesehen.

Ihr Urteil: „An der Station ist alles okay, es gibt auch keine üblen Gerüche.“ Dass die Stadt diese Stelle regelmäßig kontrolliere, mache sich offenbar bemerkbar.

Maria Müller-Lang, Mitarbeitern der Stadt-Pressestelle, erläuterte zudem, wie es um die Entsorgungsstation steht und vor allem, warum es sie genau an dieser Stelle des Parkplatzes gibt. So habe die Stadt nach früheren Protesten durchaus überlegt, ob es eine andere Stelle gebe, wo Wohnmobile entsorgt werden könnten. Doch der jetzige Standort sei ohne Alternative, weil die Station nahe einem Kanal führe, in dem die Exkremente abfließen können. „Außerdem ist dieser Platz sinnvoll, weil die Wohnmobile auf der anderen Seite des Großbachs abgestellt werden dürfen“, so Müller-Lang. Ärger mit dieser Lösung habe es zuletzt nur in einem Fall gegeben. Als die Entsorgungsstation zu Beginn der Corona-Krise nicht in Betrieb war, habe ein Wohnmobilbesitzer seine chemische Toilette direkt über dem Kanal-Einfluss entsorgt.

Momentan machten im Übrigen mehr Wohnmobile in St. Ingbert Station als sonst. Dass lasse sich durch die Münzen erkennen, die für die Nutzung der Entsorgungsstation eingeworfen werden müssen. Der Einwurfschacht sei voller als in den vergangenen Monaten.