Entführung in tiefste menschliche Abgründe

Entführung in tiefste menschliche Abgründe

St. Ingbert. Im Rahmen der Filmtournee "ueber Macht" mit gesellschafter.de und Aktion Mensch zeigt die Kinowerkstatt St

St. Ingbert. Im Rahmen der Filmtournee "ueber Macht" mit gesellschafter.de und Aktion Mensch zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, am heutigen Freitag um 19 Uhr den Film "Streik(t)raum" (Frankreich 2007, Originaltitel: (G)rève général(e)) Regie: Matthieu Chatellier und Daniela de Felice (Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln; FSK 12). Anwesend ist ein Vertreter der französischen Gewerkschaft CNT, er wird zur aktuellen Lage informieren und zur Diskussion und für Fragen bereit stehen. Wenn Frankreich gegen die Zumutungen der Mächtigen rebelliert, zeigt sich, dass dort die Macht tatsächlich beim Volk liegt. Als die französische Regierung Anfang 2006 ein Gesetz durchsetzen will, mit dem Berufseinsteiger zwei Jahre lang fristlos entlassen werden können, proben die Studenten den Aufstand und besetzen die Universitäten. Die Filmemacher nehmen an den Streikvorbereitungen teil, an Diskussionen, Versammlungen, Kaffeepausen, am Barrikadenbau und Brötchenschmieren. Die streikenden Studenten lernen etwas, das im universitären Leben selten vorkommt: Trotz widerstreitender Ansichten gemeinsame Entscheidungen zu finden, mit Macht umzugehen und Macht auszuüben. "Verblendung" (Schweden/Dänemark/Deutschland 2009, Regie: Niels Arden Oplev, Darsteller: Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Lena Endre, Sven-Bertil Taube, Peter Haber, Peter Andersson - FSK: ab 16 - Länge: 152 Minuten) ist die Verfilmung des gleichnamigen ersten Romans der "Millennium-Trilogie", die Stieg Larsson zu einem der populärsten und erfolgreichsten Autoren der vergangenen Jahre machte. Allein in Deutschland begeisterten sich bisher über drei Millionen Leser für die drei Bücher über den smarten Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander, die gemeinsam in albtraumhaften Kriminalfällen recherchieren. Mit dem Film "Verblendung" startet die Trilogie nun auch im Kino. Und auch dort entfaltet der düstere Thriller, der in tiefste menschliche Abgründe führt, eine beklemmende Spannung, der man sich nicht entziehen kann. Fortsetzung garantiert - "Verdammnis" und "Vergebung", Teil 2 und 3 der Trilogie, kommen 2010 in unsere Kinos. "Verblendung" läuft am heutigen Freitag um 21.45 Uhr noch einmal in der Kinowerkstatt. Er ist einer der besten Filme des Jahres 2009: "Das weiße Band - eine deutsche Kindergeschichte" hat im vorigen Jahr die Goldene Palme in Cannes gewonnen. Mit einer geradezu literarischen Geschichte erzählt Meisterregisseur Michael Haneke hier von brutalen Vorfällen in einem norddeutschen Dorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt "Das weiße Band" (Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2009, Regie: Michael Haneke, Darsteller: Christian Friedel, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi, Burghart Klaußner - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 12, Länge: 144 Minuten) am morgigen Samstag, 27. März, um 18 Uhr, am Sonntag, 28. März, um 20 Uhr. Alles beginnt mit einem Draht, der zwischen zwei Bäume gespannt ist und das Pferd samt Dorfarzt so schwer zu Fall bringt, dass er ins Krankenhaus muss und das Pferd erschossen wird. Doch die Täter werden danach nicht gefunden, der Draht verschwindet spurlos, und kurz darauf wird der Junge des Gutsherrn (Ulrich Tukur) gequält und geschlagen. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter? Im Familienkino der Kinowerkstatt läuft am Sonntag, 28. März, 16 Uhr, "Vorstadtkrokodile 2" (Deutschland 2010) von Christian Ditter mit Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Javidan Imani, David Hürten, Robin Walter, Nora Tschirner, Ella Maria Gollmer, Manuel Steitz, Leonie Tepe. (Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 6 - Länge: 90 Minuten). red

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