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Einsatzfahrzeuge begeistern kleine Besucher

Einsatzfahrzeuge begeistern kleine Besucher

Zum Tag der offenen Tür hatte das Technische Hilfswerk am Wochenende nach St. Ingbert eingeladen. Die Besucher erhielten dabei Einblicke in die Arbeit des Technischen Hilfswerks. Auch für Unterhaltung war gesorgt.

. Am vergangenen Wochenende lud der Ortsverband St. Ingbert des Technischen Hilfswerks zum Tag der offenen Tür in die Oststraße ein. Während am Samstagabend beim Auftritt des Leibniz-Rockensembles die musikalische Unterhaltung im Vordergrund stand, konnten sich die Besucher am Sonntag über die Arbeit des THW informieren.

Neues Gerät wurde vorgestellt

Besonders bei den Kindern kam es bei dieser Gelegenheit gut an, dass sie sich in den Einsatzfahrzeugen umsehen, sich auch mal ans Lenkrad setzen oder im Gabelstapler Platz nehmen konnten. Die Technik reizte so sehr, dass die eigens für die Kleinsten auf der grünen Wiese aufgebauten Aktivitäten zeitweise außer Konkurrenz waren. Interessant, vor allem für Mitglieder anderer THW-Ortsverbände, war ein neues Gerät, das an diesem Tag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wobei "Gerät" nicht annähernd beschreibt, was beim ESS an Technik alles dranhängt. Das Einsatzstellen-Sicherungssystem war auf ein paar Quadratmetern aufgebaut und lässt schon durch die Anschaffungskosten von 100 000 Euro vermuten, dass es mehr ist als nur eine Baustellenabsperrung, ein Computer und ein Vermessungsgerät.

Gunnar Klein muss an diesem Tag mehrmals erklären, was es damit auf sich hat. Solch ein System kann zum Beispiel dazu dienen, einsturzgefährdete Gebäude zu erkennen oder zu überwachen. Aber auch bei drohenden Hang- oder Deichrutschungen ist es einsetzbar. Durch definiert angebrachte optische Prismen, die vom Theodoliten reihum angepeilt werden, lässt sich jede noch so kleine Veränderung im Millimeter-Bereich nachweisen. Dass es bei der Präsentation im St. Ingberter THW-Gelände auf der vom Computer aufgezeichneten Kurve so aussah, als würde sich die neue Garage bewegen, ist einfach dem Umstand geschuldet, dass die Sensoren nur provisorisch festgemacht waren. Jede Erschütterung, jeder Windstoß wurde so registriert. Stolz ist man auf diese Technik, die es im Saarland nur einmal gibt. Rheinland-Pfalz und Hessen haben jeweils zwei ESS in ihrem Bestand. Nun also auch St. Ingbert .

Mit dem Verlauf zufrieden

Viele fleißige Hände waren am Wochenende im Einsatz, um Kuchen und Gegrilltes an den Mann zu bringen. Die Helfer vom THW in St. Ingbert waren unterm Strich zufrieden mit dem Interesse und dem Verlauf des Wochenendes. Und es wäre, wie zu hören war, ein angenehmer Nebeneffekt, wenn so manches Kind oder Erwachsener, der sich mit Interesse Technik und Fahrzeugen widmet, demnächst als THW-Mitglied begrüßt werden könnte.