Einlenken in Rohrbach soll Rasenplatz in Oberwürzbach sichern

Einlenken in Rohrbach soll Rasenplatz in Oberwürzbach sichern

Stadtrat, Sportbund und Ortsrat Rohrbach machen einen Schritt auf die Sportplanungskommission zu: Der SKM-Platz in Rohrbach wird künftig nicht mehr großartig gepflegt, damit der in Oberwürzbach geplante Rasenplatz gefördert wird. Ob dieses Signal aber ausreicht, ist noch offen.

. Der St. Ingberter Stadtrat hat das Seine getan, dass der in Oberwürzbach geplante Rasenplatz entstehen kann. Einstimmung beschloss das Gremium in seiner jüngsten Sitzung, den sogenannten SKM-Platz bei der Rohrbacher Johannesschule aus der intensiven Förderung von Sportanlagen herauszunehmen. Damit soll ein ersten Schritt hin zur der Forderung der saarländischen Sportplanungskommission getan sein. Diese will den Rasenplatzbau in Oberwürzbach nur unterstützen, wenn die Sportplätze im St. Ingberter Stadtgebiet von zwölf auf zehn reduziert wird. Zugleich betonte der Stadtrat, dass in allen fünf Stadtteilen für den Breitensport weiterhin mindestens ein Sportplatz erhalten bleiben müsse.

Für die Abstufung des Sportplatzes an der Johannesschule, den die Siedlerkameradschaft (SKM) nutzt, gab es zwei weitere Fürsprecher. Zum einen den Rohrbacher Ortsrat. Der stimmte der Sportplatz-Planung unmittelbar vor der Stadtratssitzung zu. Allerdings unter der Bedingung, dass der Platz für besondere Veranstaltungen weiter von der Stadtgärtnerei hergerichtet wird. Zudem soll die Verwaltung prüfen, inwieweit die Johannesschule den Platz in der Frankenwaldstraße nutzen will.

Zum anderen hatte auch der Sportbund St. Ingbert den vor allem von Hobbymannschaften genutzten SKM-Platz für den Verzicht auf eine intensive Förderung ausgeguckt. Eine weitere Anlage unter dem einen Kunstrasenplatz sowie den fünf Rasen- und sechs Tennenplätzen im Stadtgebiet für verzichtbar erklären, sah sich der Sportbund aber nicht in der Lage. Wie man die Sportplatzzahl auf zehn reduzieren könnte, blieb offen. Und auch der Stadtrat votierte mit aller Vorsicht, dies "zu gegebener Zeit" zu entscheiden.

Doch nicht nur deshalb blieben in der Stadtratssitzung Zweifel, ob das Gegengeschäft mit der Sportplanungskommission gelingt - oder der SV Oberwürzbach nicht doch noch in die Röhre schaut. Denn bisher versicherten die Vertreter der Sportplatzkommission der Ortsvorsteherin Lydia Schaar oder dem Rathaus nur mündlich, dass man im Moment auf die Benennung einer zweiten Sportanlage ohne Zukunft verzichten wolle, ohne die Förderung zu streichen.

Das Fehlen einer schriftlichen Aussage der Sportplanungskommission monierte dann auch Markus Gestier (UCD), der zugleich forderte, die Stadtverwaltung müsse sich umgehend um eine solche kümmern. Noch härter ins Gericht mit der Kommission ging schließlich Adam Schmitt (Grüne). Das Fehlen schriftlicher Zusagen sei "ein unmögliches Verhalten". Zumindest wissen man jetzt aber, wie die Sportplanungskommission rechne, so Schmitt, nämlich "Zehn Plätze für 36 000 Menschen". Dieses Kriterium erfüllten andere Kommunen bei weitem nicht. Auch das sei ein Indiz für die "fehlende Transparenz der Sportplanungskommission".