Einkaufsspaß im Lichterglanz

Beim letzten Mondscheinmarkt des alten Jahres herrschte einmal mehr großer Andrang. Viele Menschen nutzten den Montag nach den Weihnachtstagen für einen gemütlichen Ausflug nach Blieskastel – auch, um sich für die folgenden Silvesterfeiern mit Spezialitäten einzudecken.

. Michaela Hautz vom Backparadies Kissel musste am Montag ihren Stand auf dem Blieskasteler Mondscheinmarkt um 18 Uhr wieder schließen. Obwohl ihr Bäckermeister Carra 40 Brote mehr als sonst eingepackt hatte, war die Mitarbeiterin schon nach einer Stunde Öffnungszeit ausverkauft, "dafür brauche ich sonst bis 20 Uhr", so die Verkäuferin. Schon früh um 16 Uhr hätten die ersten Kunden auf den Bäckerstand gewartet, berichtete Andreas Marschall vom Nachbarstand, der als Mitverantwortlicher des Marktes frühzeitig anwesend war. Auch er freute sich über den großen Kundenandrang beim letzten Mondscheinmarkt des Jahres, wo besonders Lebensmittel wie Käse, Wurst, Schinken und andere Spezialitäten gefragt waren. Viele deckten sich hier für die Silvesterfeier ein.

Auch Denise Deutsch freute sich über die Nachfrage an ihrem Stand mit original Kräuterbonbons, denn sie ist die Einzige im Umkreis mit diesem Angebot. Ihre Bonbons würden auch gerne bei Erkältungsbeschwerden gekauft, sagte sie. Neu auf dem Markt war Peter Wende aus dem Hunsrück mit Hüten und Mützen, Andreas Marschall habe ihn am Vortag auf einem Markt in Bad Dürkheim auf den Mondscheinmarkt aufmerksam gemacht, so der Händler.

Auch zum ersten Mal auf dem Mondscheinmarkt waren Joanna und Ralf Tecklenburg aus Frankfurt am Main. Sie boten Schmuck an, aus alten Silberbestecken hergestellt, die sie auf Flohmärkten und Auktionen erwerben. Ringe, Anhänger und Armbänder fertigen sie kunstvoll an und für die direkte Anpassung der Ringe vor Ort hatten sie sogar das notwendige Werkzeug mitgebracht. Joanna Tecklenburg lobte die saarländische Kundschaft, die ihre handwerklichen Schmuckstücke sehr schätzten.

Gemütliche Atmosphäre

Die breit angelegte Werbung für diesen letzten Mondscheinmarkt im Jahr war auch an den Kundenströmen erkennbar, neben den Einheimischen gab es viele Kunden, die den Markt zum ersten Mal besuchten. So auch Elke und Bernd Behnke aus Riegelsberg, die durch einen Bericht in der SZ auf den Markt aufmerksam wurden. "Gemütliche Atmosphäre und ein breit gefächertes Angebot" so beurteilten beide den Markt und auch die Händler empfanden sie als faire Partner.

Bernd Behnke hatte sich einen Hut gekauft, "meinen ersten", wie er betonte. Der Verkäufer habe ihm zum Anfang einen sogenannten Einsteigerhut empfohlen. Zum günstigen Preis, obwohl er sich auch für ein doppelt so teures Modell interessiert habe. Elke Behnke habe sich dann noch für einen warmen Damenhut entschieden.

Zu später Stunde trafen sich dann viele Besucher an den Getränkeständen. Am Stand der Biesinger Marktfrauen fand man diesmal nicht ihr bekanntes "Biesinger Schneegestöber", dafür aber einen selbst kreierten Bratapfelkakao (warmer Kakao mit Bratapfellikör, Sahne und Krokant). Musikalisch umrahmt wurde der Markt von den Jagdhornbläsern aus St. Ingbert.

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