Ein Weihnachtsmarkt mit Flair

Auch wenn er längst nicht die Dimensionen der großen Weihnachtsmärkte in der Region erreicht, gelingt es dem Hasseler immer wieder, weihnachtliche Stimmung entstehen zu lassen. Auch wenn ein Teil des Marktes im Saal stattfindet.

An einem Tag im Dezember ist in Hassel Weihnachtsmarkt und dann muss alles passen. Vor allem das Wetter. Auch wenn das am Samstagmittag mit Nieselregen nicht ganz so ideal war, ließen sich die Hasseler und ihre Gäste die Vorweihnachtsstimmung beim 21. Hassler Weihnachtsmarkt nicht vermiesen. Und ihr Optimismus gab ihnen Recht. Der Posaunenchor Kirkel spielte am Nachmittag bereits im Trockenen sein "Leise rieselt der Schnee", obwohl von der weißen Pracht weit und breit nichts zu sehen war. Doch mit Glühwein , Zimtwaffeln, den passenden stimmungsvollen Liedern und der Weihnachtsbeleuchtung kam das dem Weihnachtszauber schon merklich nahe. Und dies auch gerade wegen der wenigen Häuschen, die im Rund vor dem Rathaus aufgebaut waren und in denen die Vereine Kulinarisches und Selbstgemachtes anboten. Gemütlich war es in Hassel , und wem das vor dem Verwaltungsgebäude nicht reichte, der konnte sich im Inneren davon überzeugen, wie kreativ die Hasseler sind. Handgenähte Teddybären, einige davon passend mit Weihnachtsmütze, Holzlaternen, Stofftaschen, Engel, Bilder, von denen noch einige vor Ort entstanden, Gestricktes, Gehäkeltes, selbst gemachte Marmeladen, Karten, Schmuck und noch vieles mehr konnte dort probiert, begutachtet und gekauft werden, wo sonst der Ortsrat tagt. Und es ging nicht nur darum, die Sachen an den Mann oder die Frau zu bringen, sondern vor allem darum, in der Adventszeit gemütlich beieinander zu stehen, sich zu unterhalten und den ein oder anderen Glühwein miteinander zu trinken. Bei Silvia Lehmann hinterm Haus in der Schillerstraße findet so etwas wie der "heimliche" zweite Hasseler Weihnachtsmarkt statt, dessen Erlös einem guten Zweck zugeführt werden. Dort wurden knusprige Flammkuchen gebacken, der rote und weiße Winzerglühwein sind schon legendär, nebenbei konnte man im Laden stöbern. Familie Lehmann räumt in jedem Jahr ihre Garage aus, um dort eine kleine Weihnachtsausstellung zu installieren und auch für das Adventscafé wurde ein Raum umfunktioniert. Vor ein paar Jahren, als es weit unter Null Grad war, ließen sich dort ein paar Schweizer nieder. Sie erinnern sich noch heute gern daran und wenn sie an den Hasseler Weihnachtmarkt denken, dann haben sie ein klares Bild vor Augen - das Café in Lehmanns Waschküche. Der Hasseler Weihnachtsmarkt lebt von diesen privaten Initiativen und Vereinen. Und dass nicht nur große Märkte für die entsprechende Weihnachtsatmosphäre sorgen können, bewiesen die Hasseler mit ihrem Mini-Markt.