Ein Scheck bringt Farbe ins Haus

St. Ingbert. "Ich bin froh und stolz, dass es St. Josef mal im positiven Sinne erwischt hat", meinte lachend Roland Roschy am Samstagvormittag. Der Vertreter des Pfarrgemeinderates St. Josef hatte ausnahmsweise mal nichts mit dem Wiederaufbau des Gotteshauses zu tun. Am Wochenende ging es in der Kindertagesstätte (Kita) St. Josef vielmehr darum, einen Scheck entgegen zu nehmen

St. Ingbert. "Ich bin froh und stolz, dass es St. Josef mal im positiven Sinne erwischt hat", meinte lachend Roland Roschy am Samstagvormittag. Der Vertreter des Pfarrgemeinderates St. Josef hatte ausnahmsweise mal nichts mit dem Wiederaufbau des Gotteshauses zu tun. Am Wochenende ging es in der Kindertagesstätte (Kita) St. Josef vielmehr darum, einen Scheck entgegen zu nehmen. Die Betreuungseinrichtung hatte sich an der bundesweiten "Aktion Kita" der Baumarktgruppe Praktiker beteiligt. 290 Bewerbungen gab es bundesweit, sechs davon aus dem Saarland. Pro Bundesland hat sich das Unternehmen eine Kita ausgesucht, die einen Betrag von 4000 Euro zur Verfügung gestellt bekam. So konnten dringend notwendige Renovierungs- oder Instandhaltungsarbeiten in der jeweiligen Einrichtung durchgeführt werde. In den Gruppenräumen hatte Frank Breinig, der Vorsitzende des Fördervereins, zusammen mit anderen Eltern und den Erziehern festgestellt, dass eine Schallisolierung notwendig ist. Bei über 80 Kindern jeden Tag kann es schon einmal laut zu gehen, versicherte Christine Müller, die Leiterin der Kita. Nachdem Praktiker die Isolierungsarbeiten über das Internet ausgeschrieben und das Unternehmen Weber & Seel aus Kaiserslautern den Zuschlag erhalten hatte, konnten die Arbeiten beginnen. Die Pfälzer erhielten 1000 Euro für die Isolierungsarbeiten. Die übrigen 3000 Euro stellte Praktiker in Form von Material wie Farbe und Dämmstoff zur Verfügung. Das konnten die rund 20 Helfer aus der Elternschaft gut gebrauchen. Insgesamt an fünf Tagen, verteilt auf drei Wochenenden, werden sie in der Betreuungseinrichtung auf dem Hobels aktiv sein. Abkleben und Streichen ist dann in der Reinhold-Becker-Straße 65 angesagt. Für Stefan Walter vom Praktiker-Markt in Neunkirchen, der selbst in St. Ingbert wohnt, war der Übergabe-Termin nicht alltäglich. Denn es sei keinesfalls selbstverständlich, dass sich Eltern so sehr engagieren wie hier. Die Bewerbung sei sehr detailliert gewesen, was letztendlich den Zuschlag gegeben habe. Nach der Scheckübergabe ging es weiter ans Werk. Müssen doch insgesamt vier Gruppenräume und auch die Turnhalle durch Dämmplatten isoliert und anschließend von den Eltern gestrichen werden. Wenn alles fertig ist, kann dann noch besser, getobt, gespielt, gesungen und getanzt werden. Leiterin Müller wies noch auf den bald startenden heilpädagogischen Kindergarten hin.