Ein neuer Maibaum für St. Ingbert

Er musste entastet, entrindet und geschliffen werden: An den neuen St. Ingberter Maibaum wurden schließlich 28 Zunftzeichen angebracht. Aufgerichtet wurde er mit einem Spezialkran.

Seit 1986, anlässlich des 100. Jahrestages der Wappenübergabe an die Stadt, wurde in St. Ingbert von der CDU erstmals ein Maibaum als Zunftbaum aufgestellt. 30 Jahre alt ist diese St. Ingberter Tradition nun und im Verlaufe der Zeit sah der Platz vor der Engelbertskirche Bäume kommen und gehen. Auch 2016 musste ein neuer Baum her, da der alte seine Winterruhe nicht schadlos überstanden hatte. Ein Anruf von Oberwürzbachs Ortsvorsteherin Lydia Schaar sorgte für Entspannung, da der Ort einen Baum zu bieten hatte. Für sie war er beim Kürzen mit 18 Metern vier Meter zu klein geraten. Glück für die St. Ingberter, auf die aber noch viel Arbeit zukam. "Die Oberwürzbacher haben ihn zwar entastet, aber wir haben ihn entrindet und geschliffen. Das war eine ganz schöne Schinderei", sagt Irene Kaiser vom Ortsrat. Bei der Firma Holzbau Kempf wurden die 28 Zunftzeichen angebracht, aber erst am Freitag beim Stellen in der Fußgängerzone kamen noch die zwei Stadtwappen von St. Ingbert und Radebeul hinzu, die Rainer Henrich mitbrachte. Radebeul orientierte sich an seiner Partnerstadt und stellt seit 1993 ebenfalls einen Maibaum. Der "Jubiläums-Maibaum" ist an seiner Basis 40 Zentimeter dick und auch an der Spitze hat er einen größeren Durchmesser als zuvor, weshalb am Kranz extra eine neue Hülse für die Aufnahme des Stammes gefertigt werden musste. Und da der Maibaum nun auch schwerer ist, musste er mit einem Spezialkran aufgerichtet werden. "Das ist eine ganz schön aufwändige Sache", stellte Frank Luxenburger, politischer Geschäftsführer der CDU St. Ingbert-Mitte, die die Maibaum-Stellung finanziell unterstützt, fest.

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