Ein Marmeladenglas als Barometer

Zu echten Wetterforschern wurden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des St. Ingberter Leibniz-Gymnasiums. Sie beschäftigten sich im Unterricht mit Fragen zum Wetter und zum Klima. Dabei zeigten sie auch, wie man mit einfachsten Hilfsmitteln Messinstrumente baut.

Anlässlich der Unterrichtseinheit "Wetter und Klima" sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des Leibniz-Gymnasiums selbst zu kleinen Meteorologen geworden und haben unter Betreuung durch ihre Erdkundelehrerin Sarah Reuter verschiedene Wettermessinstrumente gebaut. In den vorangegangenen Stunden hatten die Kinder bereits Wetterelemente wie Niederschlag, Temperatur und Bewölkung kennen gelernt und großes Interesse an deren Messung gezeigt. So hat die Klasse eine Woche lang in einer Tabelle unterschiedliche Wolkenarten dokumentiert und einige Freiwillige haben mehrmals am Tag die Temperatur gemessen.

Doch für die Wetterbeobachtung braucht man keine Profiausrüstung, denn oft lässt sich schon mit einfachen Haushaltsgegenständen ein Messinstrument basteln. Dies zeigen die Resultate, die in nur zwei Schulstunden in unterschiedlichen Gruppen entstanden sind: In den Flaschenthermometern steigt bei zunehmender Temperatur blau eingefärbte Flüssigkeit in einem Strohhalm empor. Beim Luftfeuchtigkeitsmesser wird eine Veränderung durch eine Auf- oder Abwärtsbewegung eines an einem Tannenzapfen angebrachten Strohhalms sichtbar. Auch Barometer wurden aus Marmeladenglas, Luftballon und Strohhalm gebastelt. Steigt der Luftdruck, wird der Trinkhalm nach oben bewegt. Des Weiteren haben die kleinen Hobbymeteorologen eine Windfahne zur Bestimmung der Windrichtung und zwei verschiedene Geräte zur Messung der Windstärke gebaut. Je stärker der Wind, desto schneller dreht sich das aus Plastiklöffeln erstellte Windrädchen bei einem Instrument beziehungsweise desto weiter wird die Klappe ("Windlasche") bei dem anderen Gerät empor geblasen. Die beiden Niederschlagsmesser bestehen aus halbierten Plastikflaschen, deren Öffnung als Trichter das Regenwasser auffängt. Hier möchte die 5d natürlich während der Sommerferien keine großen Regenmengen verzeichnen.